Ahnengedenken

Zu Samhain bzw. Halloween steht seit uralten Zeiten das Gedenken an die Vorfahren und Ahnen im Vordergrund. Daher möchte ich an dieser Stelle das magische Rezept aus dem Newsletter aufnehmen: ein persönliches, leicht umsetzbares und wirkungsvolles Ritual, mit dem man gute Beziehungen zu denen, die vor uns da waren, pflegen kann.

Zusätzlich findet ihr bei den News vom August ein Ahnen-Video, in dem ihr  weitere Inspirationen für diese besondere Zeit des Jahres findet.

 

Für dieses Ahnengedenken benötigt man

  • eine große weiße Kerze
  • viele kleine weiße Kerzen (Weihnachtsbaum-Kerzen oder Teelichte sind gut)
  • eine feuerfeste Unterlage
  • Wacholderbeeren oder Wacholder-Räucherstäbchen (tibetischen Stäbchen bekommt man z.B. oft auch mit Wacholderduft)

 

Geeignete Zeitpunkte

  • der Neumond im Skorpion am 30.10.
  • die Nacht vom 31.10. auf den 1.11.
  • Allerseelen am 2.11.

 

Räuchere zuerst den Raum mit Wacholderbeerenrauch oder Wacholder-Stäbchen und arbeite möglichst ohne zusätzliches Licht während des Rituals.

Entzünde die große, weiße Kerze. Sie ist die Kerze für alle Ahnen, die dir nicht bekannt sind, die weit vor deiner Zeit gelebt haben. Sprich mit ihnen in persönlichen Worten. Zeige ihnen, dass sie nicht vergessen sind und bitte sie um ihre Unterstützung für das kommende Jahr.

Danach entzündest du an dieser großen Kerze eine kleine Kerze für jede verstorbene Person aus deiner Familie, die du noch kennst. Gedenke so einem nach dem nächsten: entzünde die Kerze, sprich ein paar persönliche Worte, dann ist die nächste Person dran.

Dabei „zählen“ alle Personen, die du persönlich kanntest oder von denen dir erzählt wurde (z.B. eine verstorbene Großmutter, die in den Erzählungen der anderen wieder lebendig wurde).

Stelle zusätzlich noch drei kleine Kerzen für alle auf, die du vergessen haben könntest oder von denen du gar nichts weißt, wie z.B. Halbgeschwister oder früh gestorbene, abgetriebene oder in der Schwangerschaft verlorene Kinder.

Es ist wichtig, dass diese Seelen nicht vergesssen werden. Sehr oft weiß ein Großteil der Familie nichts von ihnen, weil das Thema totgeschwiegen wurde und nur einem kleinen Kreis bekannt ist. Gerade diese Seelen brauchen also Aufmerksamkeit und Liebe.

Wenn alle Kerzen brennen, sitze noch eine Weile in Ruhe davor. Es geht dabei nicht um die Zeit in Minuten, sondern um die innere Zeit. Wir alle kennen dieses Gefühl in eine Situation wirklich einzutauchen und genau darum geht es. Tauche in dieses Feld der lichtvollen Energie und der Verbindung zu „deinen Leuten“ ein.

Wenn das Gefühl nachlässt, verabschiede dich und lass die Kerzen möglichst von selbst herunterbrennen. Ist das nicht möglich, kannst du sie auch in insgesamt drei Etappen abbrennen lassen. Die dicke Kerze für die uralten Ahnen kannst du über den ganzen November hinweg immer wieder anmachen, bis sie abgebrannt ist.