Fragen an die Karten: Spirituelles

Im letzten Teil der Reihe zu den Fragen an die Karten geht es um das Thema Spiritualität. Dabei geht es um das, was uns Halt, Verbindung und Sinn im Leben gibt. Es geht um die Fragen zwischen den Zeilen des Lebens.

 

Manchmal ist der Kontakt zu den eigenen Wurzeln abgerissen und es steht die Frage im Raum: „Was ist mein spiritueller Weg? Es gibt so vieles. Ich habe keine Ahnung, wo ich anfangen soll und möchte nicht in die völlig falsche Richtung gehen.“ Da schwingt die Hoffnung mit, dass einem die Karten vielleicht den richtigen Weg verschreiben könnten.

Ganz so einfach geht es nicht, Hilfe ist aber trotzdem möglich. Die Karten können Felder beleuchten, die als nächster Schritt eine gute Wahl sind. Es heißt schließlich spiritueller Weg. Ihr werdet nicht am gleichen Punkt bleiben, einen Weg geht man und entwickelt sich dabei weiter. Ihr werdet verschiedene Dinge erkunden, neue Horizonte kennenlernen und dadurch ein breites Bild bekommen.

Die Frage nach dem spirituellen Weg ist in Wirklichkeit eine Frage nach einem guten nächsten Startpunkt und da können die Karten helfen.

Übrigens – das muss auch gesagt werden – sind Umwege nicht das Drama, das unser westliche Leistungsdenken aus ihnen macht. In Asien sagt man: Hast du es eilig, gehe einen Umweg. Die afroamerikanischen Traditionen kennen das Sprichwort: Evil travels in straight lines. (Das Böse kommt auf geraden Wegen daher). Die unterschiedlichsten Traditionen sind zu dem Schluss gekommen, dass zu viel Strebsamkeit geradewegs ins Schlamassel führt und so mancher Umweg eine Bereicherung wird.

 

Es gibt auch viele Fragen zur Bestimmung. Warum bin ich hier? Was ist meine Aufgabe? Diesen Fragen kann man sich mit den Karten behutsam annähern. Das funktioniert natürlich nicht nach dem Motto: Hier sind die Aussagen der Karten, Häkchen dran.

Die eigene Bestimmung ist auch kein Wellness. Das heutige Glücks-Denken führt manchmal dazu, dass der Eindruck entsteht: Wenn ich nur erst einmal meiner Bestimmung folge, werde ich mich großartig fühlen. Das ist Fast-Food-Spiritualität, die alles auf einfache Formeln runterbricht, weil sich das gut verkaufen lässt. Doch die eigenen Wege werden auch mit Bestimmung manchmal steinig sein.

In manchen Kulturen wird bis heute ein Orakel gemacht, wenn ein Kind auf die Welt kommt. Warum bist du hier? Was bringst du in unsere Gemeinschaft ein? Welches sind deine Aufgaben? Was ist dein Weg? Oft bezieht sich dann der Name des Kindes auf seine Bestimmung.

Einfach ist es deshalb nicht gleich. Man kennt den Weg. Die Herausforderungen ihn zu gehen bleiben allerdings. Dass man in Harmonie mit seiner Bestimmung ist bedeutet nicht, dass einem das Leben den roten Teppich ausrollt – davon können alle Menschen ein Lied singen, deren Bestimmung es ist, für das Gute und für Gerechtigkeit zu kämpfen.

Es ist gut zu wissen, aus welchem Holz man geschnitzt ist. Jeder von uns hat sein Naturell und dagegen anzuleben macht einen unglücklich. »Erkenne dich selbst!« stand als Motto über dem Orakel von Delphi. Dabei können auch die Karten hilfreich sein, aber danach geht es im echten Leben erst richtig los.

 

Viele sind auch schon in einer bestimmten Richtung unterwegs und brauchen einfach mal Input: Passt das noch? Soll ich es vertiefen? Winkt bereits etwas anderes? Manchmal will man einfach mal einen Impuls von außen und den können die Karten ebenfalls geben.

 

Natürlich gehören auch die Fragen zur »anderen Seite« zum spirituellen Bereich beim Kartenlegen. Sei das, dass eine verstorbene, alte Vorbesitzerin sich noch als Geist im Haus sehen lässt oder dass man einfach noch eine wichtige Frage hat, zum Beispiel etwas ungeklärtes. Solche Fragen behandele ich mit Samthandschuhen, denn sie sind sehr persönlich und dicht am Herzen.

Auch unklare Erlebnisse oder Energien kann man mit den Karten unter die Lupe nehmen. Das geht manchmal fließend in den Bereich Schutz über, wenn es um schwierige Orte oder Beziehungen geht.

 

Natürlich ist das nur ein kleiner Ausschnitt der Fragen. Gerade beim Thema Spiritualität sind die Fragen breit gefächert. Jeder steht an einer anderen Stelle, jeder hat seine ganz persönlichen Fragen an die Karten.

 


Fragen an die Karten: Schutz

Unsere Reihe zu den häufigsten Themen beim Kartenlegen ist beim Thema Schutz angelangt. In Wirklichkeit fällt dieses Thema in den Bereich »gutes Leben«, auch wenn es sich nicht so anhört. Aber warum möchte man Negatives meiden und schwierige Dinge auf neue Gleise setzen, die in eine gute Richtung führen? Um leicht und frei leben zu können. Es geht immer um die Balance. Niemand kann Negativem völlig aus dem Weg gehen, sonst würde man die Tiefe des Lebens nicht verstehen.

Trotzdem muss man nicht alles mitnehmen, was einem entgegenkommt oder bereits eingetreten ist und sich im eigenen Leben breit macht. Man kann und soll das Leben bewusst gestalten. Dafür muss man gelegentlich den Stier bei den Hörnern packen. Aber wie macht man das, wenn man nicht genau weiß, was eigentlich dahinter steckt? Das ist der Punkt, an dem die Karten ins Spiel kommen.

 

Manchmal ist nichts, wie es scheint

Bei diesem Thema ist immer wieder überraschend, was die Karten ans Licht bringen. Manchmal hat man einen naheliegenden Verdacht, doch alles ist ganz anderes. Mir ist z.B. die Geschichte eines vermuteten Fluches in Erinnerung geblieben. Die betreffende Person befand sich in Umständen, die mit einer normalen Pechsträhne nicht mehr zu erklären waren. Es gab einen konkreten Widersacher und der Fragesteller wollte nur eines wissen: Was hat diese Person getan, dass ich so leiden muss?

Wie so oft hatten die Karten ihren eigenen Kopf und erzählten stattdessen, dass dieser Fragesteller etwas erlebt hatte, das einen tiefen inneren Eindruck bei ihm hinterlassen hat. Sie skizzierten Personen und Umstände. Dieser Eindruck sei der Grund für den »Fluch«. Damit war die Sitzung beendet. Die Karten reagierten nicht auf weitere Nachfragen nach dem Widersacher und es war an mir, die Analyse zu formulieren.

An solchen Punkten weiß man beim besten Willen nicht, welchen Sinn das ergibt. Das muss man auch nicht wissen, denn der Fragesteller weiß es. Die Botschaft ist für ihn bestimmt. So auch in diesem Fall.

Eine Weile nach der Analyse erreichte mich die Rückmeldung des Mannes. Er hatte überlegt, aber dann fiel es ihm ein. Während eines Urlaubs hatte er die in den Karten skizzierte Situation erlebt. Er war, ohne es zu wollen, Zeuge einer magischen Handlung geworden.

Weil er noch nie mit magischen Ritualen zu tun hatte, war das verstörend und unheimlich für ihn. Das war der Eindruck, von dem die Karten sprachen. Er hätte nicht gedacht, dass ihn das unterschwellig so beeinflusst hat. Die Situation war längst vergessen – jedenfalls oberflächlich. Aber tief drinnen hatte das Erlebte ein Eigenleben entwickelt. Der »Fluch« sei übrigens verschwunden, es ging endlich wieder bergauf.

Das ist manchmal wie im Märchen vom Rumpelstilzchen (Märchen reflektieren auf ihre Art das Leben): Kennt man den Namen, ist der Zauber gebrochen und man ist wieder frei.

 

Typische Fragen aus dem Bereich Schutz lesen sich oft so:

Mir ist etwas eigenartiges passiert. Sogar meine Freunde meinen, dass bei mir etwas nicht mit rechten Dingen zugeht, so viel Pech, wie ich habe. Kannst du mit den Karten nachsehen, was die Ursache dafür ist?

Ich komme aus einer Kultur, die dunkle Magie, den bösen Blick oder Verwünschungen kennt. Seit einer Weile habe ich den Verdacht, dass mich jemand im Visier hat. Können wir das abklären?

Es gibt eine Person in meinem Umfeld, die mich noch nie gemocht hat. Ich habe das Gefühl, sie hintertreibt wichtige Dinge in meinem Leben. Es hat nichts mit Magie zu tun, es ist einfach ihre Art. Es lässt sich schwer in Worte fassen, aber ich spüre, dass da etwas ist. Können wir Licht ins Dunkel bringen?

Wir leben auf dem Land und hier sind manche Dinge noch anders. Seit einer Weile ist es wie verhext bei uns. Ich weiß, dass manche hier »mehr können, als Brot essen«, du weißt schon, was ich meine. Ich möchte das gerne unter die Lupe nehmen.

Mir wurde einmal etwas Negatives vorhergesagt / ich hatte mal ein bestimmtes Erlebnis im Zusammenhang mit Magie. Das geht mir bis heute nach. Ich weiß, dass es mich nicht mehr beschäftigen sollte und eigentlich glaube ich es auch nicht. Aber ich denke trotzdem immer wieder daran. Kannst du mir die Karten darauf legen?

 

Diagnose und Therapie

Nein, Medizinerin bin ich natürlich nicht. Trotzdem ist das Vorgehen ähnlich. Hat man mit den Karten herausgefunden was vorliegt, muss man reagieren. Oft helfen einfache Kniffe, ein anderes Verhalten, ein bestimmtes Amulett oder es hilft bereits – wie im oberen Beispiel – dass man endlich weiß, was los ist, damit man wieder frei ist.

Um im medizinischen Vergleich zu bleiben: ein einfacher Husten ist keine Lungenentzündung, den bekommt man gut in den Griff. Solche kleinen Hinweise sind in meinen Analysen mit inbegriffen.

Manchmal ist die Lage schwieriger und dann kann es hilfreich sein, wenn mehr unternommen wird. In diesem Fall schreibe ich (auf Wunsch, wenn man es möchte) auch gerne ein individuelles Ritual für die betreffende Situation, um den Knoten zu lösen. Dieses Ritual kann man selbst ausführen, denn nur man selbst spürt es 1:1.

Eine andere Person kann niemals das eigene Gefühl einbringen und das eigene, authentische Gefühl ist die wichtigste Zutat jedes Rituals. Häufig ist das nicht notwendig, aber in schweren Fällen kann es wichtig werden und dann besteht diese Möglichkeit.

 

 


Fragen an die Karten: Materielles

Manche werden sich über das Beitragsbild wundern: Was hat es mit materiellen Dingen zu tun? Warum Mutter Natur, sollte es hier nicht um Geld, Immobilien oder Aktien gehen? Wären Münzen, Scheine und harte Fakten nicht das passendere Bild?

Nicht ganz… Das Wort materiell hat heute einen negativen Klang. Wenn wir davon reden in einer materiellen Kultur zu leben, ist das bedauernd gemeint, im Sinne von: uns sind die wahren Werte abhanden gekommen. Und tatsächlich haben wir den Ursprung dieses Wortes nicht nur vergessen, sondern ins Gegenteil verkehrt.

 

Materiell kommt vom lateinischen mater, das bedeutet Mutter, die matrix ist die Gebärmutter. Die Mutter ist diejenige, die den Dingen eine Form gibt. Durch die mater (um genau zu sein: in ihrer matrix, also der Gebärmutter) wird aus einem schwebenden Wesen ein Wesen mit einem Körper, also ein Kind. Die Mutter verbindet Geist und Materie und erschafft dadurch neues Leben.

Diesen Prozess gibt es auf vielen Ebenen, die Fortpflanzung ist natürlich nur eine Facette unter vielen. Auch Männer haben durch ihre Anima, ihren weiblichen Seelenanteil, Zugang zu diesen schöpferischen und nährenden Prozessen.

Im Großen trägt und hält uns Mutter Natur. Auch sie bringt unablässig neues Leben auf die Welt. Sie gibt Geistigem einen Körper und bringt es dadurch ins Leben.

 

Wenn die Karten zu materiellen Themen befragt werden, dreht es sich letztendlich um diese alles erschaffende Kraft. Auch wenn die Fragen scheinbar völlig unterschiedlich sind, geht es im Kern immer darum, was sich für uns in der matrix des Lebens befindet. Die Germanen kannten die Rune Perthro dafür. Sie sieht aus wie eine Gebärmutter, ist aber auch als Würfelbecher des Schicksals bekannt. Diese Rune ist eng mit den Nornen, den alten Schicksalsgöttinnen, verbunden.

Es geht bei allen materiellen Fragen darum, wie man sein Leben fruchtbar leben kann, im ganzen, weiten Sinne des Wortes. Eigentlich sind wir auch heute noch am ursprünglichem Thema dran: Was »bringt das Leben für mich auf die Welt« und wie kann ich das unterstützen? Was ist ein guter, ein fruchtbarer Weg für mich?

 

Viele Fragen drehen sich um den Beruf: Wie sieht es bei der aktuellen Stelle aus? Was ist anderwo möglich? Wie komme ich besser mit bestimmten Kollegen zurecht oder gibt es da gar kein Durchkommen? Auch Phasen der Neuorientierung sind ein häufiges Thema. Wenn der Beruf wie eine alte Haut auf einem liegt und es Zeit geworden ist, neue Wege zu gehen.

Die Frage, ob man sein Hobby zum (Neben-)Beruf machen kann steht an dieser Stelle häufig im Raum und will von allen Seiten betrachtet werden. Da spielen finanzielle Faktoren eine Rolle. Es ist aber auch wichtig zu schauen, inwieweit sich ein Hobby durch das zum- Beruf-werden verändert und vielleicht neu bewertet wird.

Manchmal reicht es bereits aus innere Blockaden im Job, aber auch im Studium oder der Ausbildung näher unter die Lupe zu nehmen, um zu erkennen, wo es hakt und was man dagegen tun kann.

 

Auch Firmenchefs lassen sich gerne von den Karten beraten, einfach um nochmal einen anderen Blickwinkel auf anstehende Entscheidungen zu haben. Darüber wird meist kein Wort verloren, aber ungewöhnlich ist es nicht. Vieles dreht sich dann um Fragen wie: Ist eine geplante Veränderung gut und ist jetzt der richtige Zeitpunkt dafür? Gerade der letzte Punkt kann manchmal entscheidend sein. Die richtige Veränderung zur falschen Zeit wird zu einer falschen Veränderung.

Generell wird gerne geschaut, wie sich die Geschäfte weiter entwickeln, was es zu beachten gilt und manchmal auch, um die Ursache für bestehende Blockaden zu finden. Das gibt es immer mal wieder: Man hat nichts verändert, alles war gut, aber auf einmal läuft es nur noch schleppend. Was soll man dann tun, was sollte man besser lassen oder ist das nur eine kurze Phase und danach geht´s ganz von selbst wieder bergauf?

 

Neben dem Beruf sind auch die Themen Hauskauf, ein Haus verkaufen, eine Wohnung finden und dergleichen ein häufiges Thema in den Beratungen.

Streng genommen zählen auch alle Themen dazu, die sich mit dem »Innenleben« eines Hauses befassen. Das kann z.B. eine ungute Atmosphäre sein, deren Ursachen man herausfinden und beseitigen möchte. Von Energien der Vorbesitzer, über die Spirits des Ortes, bis hin zu Energieabdrücken der letzten Weltkriege (die sich anhand von alten Dokumenten später bestätigen ließen) gibt es die unterschiedlichsten Ursachen. Man weiß nie was kommen wird, wenn man die Karten zu diesem Thema befragt.

 

Wenn wir es philosophisch betrachten, drehen sich alle Fragen an die Karten um die Matrix, in der wir uns befinden. Es geht darum, in welches Energiegeflecht wir eingebettet sind. Die Germanen nannten dieses Geflecht Wyrd – das ewig Werdende. Damals wie heute interessieren wir uns für dieses mysteriöse Wyrd, für die vielfältigen Fäden, die den Teppich unseres Lebens weben und ihm Farben und Muster geben. Wenn wir sie einmal nicht sehen können, können wir sie mit einem Orakel finden und sichtbar machen.

 

 


Fragen an die Karten: die Liebe

Fragen zur Liebe waren schon immer ein wichtiges Thema beim Kartenlegen. Ich sage bewusst ein wichtiges Thema, nicht das wichtige Thema. Denn damals wie heute spielt(e) der Beruf und das Auskommen eine sehr wichtige Rolle, dazu kommen wir dann im nächsten Monat.

Es ist ein gängiges Klischee, dass Kartenlegerinnen den ganzen Tag die Frage »Kommt er zurück?« beantworten. Das Leben und damit auch die Fragen an die Karten sind aber deutlich vielfältiger. Auch die Fragen zur Liebe sind es.

Viele Menschen würden gerne mal Mäuschen spielen: Was fragen die Leute eine Kartenlegerin? Was beschäftigt sie? Ein paar der häuftigsten Fragestellungen in Sachen Liebe erfahrt ihr in diesem Artikel.

 

In der Liebe geht es um viele Zwischentöne und individuelle Anliegen. Da sind die Fragen nach der generellen Entwicklung. Wie kann das mit uns anfangen oder weitergehen? Welche Basis haben wir? Was sollte man tun und was besser lassen? Bei diesen Fragestellungen will man sich einen Überblick verschaffen, um gute Wege einzuschlagen.

In diese Kategorie zählen auch Fragen nach Entscheidungen, wenn man zwischen zwei Personen steht und nicht weiterkommt. Auch der generelle Überblick, wann und wie mal wieder eine interessante Person im eigenen Leben auftaucht, gehört hier mit dazu.

 

Viele Fragen beschäftigen sich damit, den anderen zu verstehen. Warum hat er oder sie so reagiert? Diese Fragen können einen lange beschäftigen. Manchmal möchten Leute noch Jahre nach einer Beziehung eine solche Analyse, weil es immer noch in ihnen arbeitet. Die Seele hat ihre eigene Zeitrechnung und oft fällt es schwer abzuschließen, wenn es noch offene Fragen gibt, die nie beantwortet wurden.

Wenn man umsichtig und respektvoll mit den Karten arbeitet (also nicht, um andere auszuspionieren, sondern um etwas verstehen zu können) sind solche Befragungen möglich.

Natürlich fallen in diese Kategorie auch Fragen, mit denen man jemanden vorab besser verstehen möchte. Also z.B. eine interessante Person, die einem gewisse Signale sendet, bei der man aber nicht genau weiß, woran man ist und wie man das einordnen soll. Auch in einer bestehenden Beziehung gibt es manchmal Momente, in denen man nicht weiterkommt. Warum handelt er/sie auf diese Weise? Wie geht man damit am besten um?

 

Natürlich befragen mindestens genauso viele Leute die Karten, um sich selbst besser zu verstehen. Was ist nur mit mir los? Wieso kann ich diese Person nicht loslassen? Warum beschäftigt er oder sie mich immer noch so und wie kann ich am besten damit umgehen? Wie finde ich einen guten Weg für mich, für uns?

Das ist ein wichtiger Fragebereich, bekanntlich ist man selbst die einzige Person, die man ändern kann. Hier ergeben sich gute Handlungsansätze, man kann den Mustern der Situation auf die Schliche kommen und Wege zu guten Veränderungen finden.

 

Nun findet eine Beziehung natürlich nicht im luftleeren Raum statt. Die Einflüsse dritter Personen sind ebenfalls ein wichtiges Thema, vor allem wenn sie sich negativ auf die Liebe auswirken. Das können schwierige Schwiegerfamilien oder Ex-Partner sein, aber z.B. auch ein eifersüchtiger Freundeskreis, der sich durch ein neues Liebesglück zurückgesetzt fühlt.

Kein Mensch ist eine Insel, es ist nur natürlich und oft auch gut so, dass andere mit in eine Beziehung hineinspielen. Nur wenn es belastend ist, wird es zum Problem und dann kann der Blick in die Karten helfen Lösungen zu finden.

 

Selbstverständlich ist Liebe nicht nur auf Paarbeziehungen beschränkt. Die Liebe kennt viele Gesichter, eines davon ist die Freundschaft. Da kann es zum Beispiel Fragen geben, wie: Meine beste Freundin hat sich total verändert, ich komme kaum noch an sie heran. Mache ich etwas falsch oder kann ich etwas für unsere Freundschaft tun? Auch Fragen, ob man eine eingeschlafene Freundschaft wieder aufleben lassen sollte oder wie jemand wirklich zu einem steht, fallen in diesen Bereich.

 

Ihr seht: Das Kartenlegen zur Liebe ist weitaus umfangreicher, als die Frage, ob man an eine alte Liebe nochmal anknüpfen wird. Es gibt so viele Facetten und die hier angesprochenen Themen sind lange nicht alles. Die Liebe ist manchmal das sprichwörtliche »seltsame Spiel«, aber was wären wir ohne sie.

 

 

 


Wann benutzt man welches Orakel?

→ Noch kurz in eigener Sache: Wie im letzten Monat angesprochen, haben wir versucht eine technische Mischung aus Blog und Thema des Monats zu finden. Wie das immer so ist mit der lieben Technik, manchmal ist es kompliziert.

Es bleibt also alles, wie es ist und euch erwartet an dieser Stelle wie gewohnt jeden Monat ein neues Thema aus Magie, Kartenlegen und Spiritualität.

 

Diesmal geht es um Orakel. Es gibt so viele verschiedene und da stellt sich schon mal die Frage: Können die alle dasselbe? Gibt es Orakel, die für bestimmte Dinge besser geeignet sind, als andere?

Diese Frage lässt sich mit einem klaren Ja beantworten. Wenn ich zum Beispiel beim Kartenlegen gefragt werde, was allgemein die ideale Berufsrichtung für eine Person ist, empfehle ich meist einen Astrologen zu befragen.

Natürlich kommt man auch mit den Karten an dieses Thema heran. Aber aus meiner Sicht kann man die Berufung eines Menschen – sozusagen der Stern, unter dem er oder sie beruflich steht – mit einem Horoskop besser herausarbeiten.

Jedes Orakel hat seine Vorzüge. Für die gebräuchlichsten Methoden findet ihr an dieser Stelle eine Orientierung. Zu jedem einzelnen Orakel könnte noch so viel mehr gesagt werden. Daher steht hier vor allem der Kern im Vordergrund, zusammen mit dem häufigsten Klischee zu jedem Orakel und dessen Auflösung.

 

Tarot – Vordergründe und Hintergründe

  • Warum ist es so, wie es ist?
  • Hintergründe und Ursachen beleuchten
  • konkrete zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten ausloten
  • Was kann ich tun? Was sollte ich lassen?
  • Was ist überhaupt möglich und wie bringe ich mich am besten ein?

Klischee: Die Tarotkarten können nur schwammig emotionale Entwicklungen wiedergeben.
Wahrheit: Die Tarotkarten können auch »konkret«, es kommt nur auf die Fragestellung an.

 

Lenormand und Skat – die Fakten

  • Fragen nach Situationen und deren grundsätzlicher Entwicklung
  • äußere Abläufe: Was passiert? Wie geht es weiter?
  • Fakten und Umstände herausfinden

Klischee: Das sind reine Wahrsagekarten, die keine Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigen.
Wahrheit: Beide Decks sind tatsächlich eher konkret, doch was man daraus macht, hängt von einem selbst ab.

 

Astrologie – der Stern, unter dem etwas steht

  • grundsätzliche Tendenzen sichtbar machen (sozusagen die Großwetterlage)
  • günstige Zeiträume für wichtige Entwicklungen im Leben abstecken
  • Talente und Chancen erkennen, die einem die Sterne mitgegeben haben

Klischee: Horoskop ist gleich Schicksal.
Wahrheit: Wie man bereits im Mittelalter sagte: Die Sterne machen geneigt, aber sie zwingen nicht.

 

Pendel – Ja oder Nein

  • konkrete Ja oder Nein Fragen
  • ideal für klar umrissene Themen mit nicht zu vielen Möglichkeiten

Klischee: Das ist viel zu einfach, um zu umfassenden Aussagen zu kommen.
Wahrheit: Dafür ist das Pendel auch nicht gemacht. Für klare Ansagen und z.B. zum Finden verlorener Gegenstände ist es dafür unschlagbar.

 

Runen – Energiemuster erkennen

  • die bestimmenden Energien einer Situation erfassen
  • ähnlich der Astrologie erfassen auch die Runen eher die Wetterlage eines Themas
  • klar formulierte Fragen bringen daher die Deutung voran

Klischee: Damit arbeiten Menschen einer bestimmten politischen Gesinnung.
Wahrheit: Die unterschiedlichsten Menschen erkunden das Wissen der hiesigen Ahnen, aber viele reden nicht darüber, weil sie eben nicht in diese Ecke gestellt werden möchten.

 

Kristallkugel – der Blick in die Zwischenwelt

  • ähnelt der schamanischen Reise oder auch der Traumdeutung
  • intuitive und symbolische Aussagen zum erfragten Thema
  • das Energiegeflecht einer Situation oder z.B. zwischen Personen erkennen

Klischee: Das ist doch eher Jahrmarktsbuden-Zauber.
Wahrheit: Im Gegenteil, der Gebrauch der Kristallkugel gehört in die A-Liga des Hellsehens und ist alles andere als einfach zu erlernen.

 

Schamanische Reisen – spirituelles Perlentauchen

  • symbolische und konkrete Informationen einholen
  • weniger für einzelne Fragen, mehr für Entwicklungsschritte als solche
  • absolut individuell, es gibt keine vorgefertigten Deutungen
  • der heilende und ausgleichende Aspekt steht im Vordergrund

Klischee: Dafür muss man spezielle Begabungen / Einweihungen / Meister usw. haben.
Wahrheit: Die Fähigkeit in (leichter) Trance hilfreiches zu sehen und zu erfahren ist dem Menschen angeboren. Die meisten Leute – etwas Übung vorausgesetzt – kommen gut auf diesem Weg voran.

 

 

 


Sommerpause

Im Juni entfällt das Thema des Monats durch die Sommerpause.

Danach ist geplant, es noch stärker mit dem Blog zu verknüpfen, damit man z.B. auch interaktiv diskutieren kann. Es müssen noch ein paar technische Details geklärt werden, ihr erfahrt natürlich an dieser Stelle, wenn es soweit ist.

 

 


Geldzauber

Das Spirituelle am Finanziellen

Neben Liebeszaubern sind Rituale für Wohlstand und Erfolg seit Menschengedenken bei Schamanen, Priestern und weisen Frauen am häufigsten angefragt worden. Unser Leben braucht eine materielle Basis, einen Halt, so wie es das Wort Wohl/Stand treffend umschreibt.

Bis heute wird die Geldmagie bei uns ein wenig misstrauisch beäugt. Da verschmelzen materielle und spirituelle Welt ganz sichtbar in einem Wort und das ist eine Vorstellung, die in unserem Kulturkreis nicht immer leicht fällt. Darf man überhaupt um Geld bitten? Ist das nicht ein wenig zu pragmatisch?

In den meisten Ländern der Welt haben die Menschen nicht den Luxus, lange darüber nachzudenken. Wo es kaum staatliche Netze gibt, die einen im Fall des Falles auffangen, umfasst der spirituelle Weg automatisch auch das weltliche Wohlergehen. Sei das in Form von Räucherstäbchen, die in den Tempeln von glücksbringenden Gottheiten entzündet werden oder auch ganz privat in Form von Ritualen.

Wenn wir ehrlich sind, muss man sich die Ansicht, dass Geldzauber verwerflich sind, erstmal leisten können. Und doch sind es gerade die Leute, denen ein größeres Stück vom Kuchen mehr als zustehen würde, die sich die meisten Gedanken machen, ob sie darum bitten dürfen. Schauen wir es uns also einmal genauer an.

 

Richtig wünschen ist der Schlüssel zum Erfolg

Magie wirkt nicht nur auf der persönlichen Seite, indem sie unser Unterbewusstsein positiv beeinflusst. Sie wirkt auch nach außen und bewirkt ein Vorankommen mit der sprichwörtliche Hilfe »von oben«. Dafür ist es wichtig zu wissen was man anstrebt.

Der eigentliche Schlüssel ist nicht der Wunsch nach Scheinen und Münzen, sondern der Wunsch dahinter. Das macht es auf der magischen Ebene um einiges leichter voranzukommen. Man bittet nur selten um einen bestimmten Betrag. Viel wichtiger ist das, was wir damit erreichen wollen, unser konkretes Ziel.

Eine wichtige Anmerkung noch dazu: wenn man magisch Geld erwirbt, ist es wichtig für die Balance etwas davon für einen guten Zweck zu geben oder einem lieben Menschen im persönlichen Umfeld abzugeben zu seinem Wohl. Das muss keine Spende an eine Organisation sein, man tut auch etwas Gutes, wenn man die beste Freundin zu einem Kaffee einlädt. Das ist sehr wichtig, denn die spirituelle Welt achtet auf den Ausgleich. Wem sie etwas schenkt, von dem erwartet sie, dass er ebenfalls ein offenes Herz für andere hat.

 

Kerzen und Pflanzenhelfer für Fülle und Reichtum

In der Magie werden traditionell Grün und Gold für einen Kerzenzauber rund ums Finanzielle empfohlen. Diese Farben bedeuten Wachstum und Erfolg. Das ist eine gute Faustformel, mit der man solide Erfolge hat. Im Einzelfall kann man aber auch zu anderen Farben greifen. Soll es in einem Notfall besonders schnell gehen, ist Rot die erste Wahl. Muss man schützend eingreifen empfehle ich Braun und im Falle von rechtlichen Streitigkeiten wird dunkles Blau kombiniert mit einer goldenen Kerze eine gute Wendung bringen.

Die Kerzen kombiniert man zur Verstärkung des Wunsches oft noch mit Ölen und Pudern verschiedener Pflanzen. Das ist im Notfall kein Muss, aber wenn man etwas Vorbereitungszeit hat auf jeden Fall empfehlenswert. Im einfachsten Fall kombiniert man Sonnenblumenöl mit Zimtpulver und reibt die Kerze damit von unten nach oben ein, bevor man sie entzündet. Auch Lorbeerpulver, Salbei oder Gewürznelkenpulver sind beliebte Zutaten, genauso wie die Öle von Patchouli, Vetiver und Orange.

 

Die Zeitqualitäten nutzen

Der richtige Zeitpunkt spielt wie immer eine große Rolle. Der Moment, in dem man etwas anfängt, ist bedeutsam (siehe die Einleitung vom Artikel zu den Sternen 2017). Bei Geldzaubern ist es von Vorteil, wenn sich die Sonne gerade in einem Erdzeichen (Stier, Jungfrau, Steinbock) oder Luftzeichen (Zwillinge, Waage, Wassermann) befindet. Das lässt sich einfach bestimmen, es ist der Zeitpunkt, an dem diese Sternzeichen gerade an der Reihe sind.

Der dazugehörige Mondstand ist leicht durch einen Mondkalender herauszufinden und für materielle Wünsche bevorzugt man den Mond in den Zeichen Stier, Zwillinge, Löwe, Jungfrau, Schütze und Steinbock. Der Mond sollte unbedingt zunehmen, die gesamte Zeitspanne von Neumond bis Vollmond ist also für einen Geldzauber geeignet.

 

Ein Geldritual für kleine Wünsche

Dieser Zauber ist wunderbar geeignet, wenn Sie sich einen Wunsch erfüllen möchten, der schon länger besteht. Im Grunde ist es nichts riesengroßes, aber man hätte es schon sehr gerne. Für diese kleinen, feinen Wünsche gibt es das folgende Ritual.

Nehmen Sie drei Lorbeerblätter, Gewürznelken und Zimtpulver. Schreiben Sie Ihren Wunsch mit einem spitzen Gegenstand in eine grüne Kerze, wenn möglich bei Vollmond in einem der genannten Zeichen und setzen Sie Ihren Namen darunter. Bestäuben Sie die Kerze mit dem Zimtpulver und drücken sie 4 kleine Nelken in den Boden der Kerze.

Nun legen Sie die drei Lorbeerblätter rund um die Kerze, visualisieren Ihren Wunsch und entzünden sie. Lassen Sie die Kerze in einem Zug herunterbrennen und vergraben Sie die Reste der Kerze und die Lorbeerblätter in der Nähe Ihrer Wohnung oder Ihres Hauses und freuen Sie sich auf die Ergebnisse. Und nicht vergessen: Ein Stück vom Glück sollte geteilt werden, damit es auch weiterhin zu einem kommt.

 



Spiritualität finden

Manche Themen sind immer wieder neu aktuell, so auch die Frage nach der Spiritualität. Das Wort wird so häufig verwendet, dass man vielleicht erst einmal darüber reden sollte.

 

Glaube und Spiritualität werden manchmal als Gegenspieler betrachtet, aber das ist ein bißchen einseitig gesehen. Natürlich gibt es blinden Glauben und leere Rituale. In den meisten Religionen und Traditionen kommt so etwas vor. Sogar im Schamanismus, der hauptsächlich im direkten Kontakt mit den Geistern und Göttern arbeitet, gab und gibt es Aberglaube und blinden Glauben.

Wir Westler sind generell ein bißchen streng mit so etwas und mit uns selbst sowieso. Wir wollen die reine Lehre, Abweichungen oder Inkonsequenz sind nicht so unser Ding, man muss sich anstrengen, es muss nachvollziehbar sein. Gleichzeitig spüren auch wir, dass an manchem Aberglauben mehr dran ist, als wir zugeben möchten. Es gibt kaum jemanden, der nicht seine kleinen Schrullen und Rituale im Alltag hat.

 

Im Grunde geht es dort schon fließend in die Spiritualität über. Glaube ist was man glaubt, im Sinne einer Religion auch ein mehr oder weniger fest umrissenes Gerüst, an das man sich halten kann. Das wird heute oft als unfrei abgewertet. Auch das kann man so oder so sehen.

Was für den einen Unfreiheit ist, ist für andere lieb gewonnene Tradition und Halt in schweren Zeiten. Es hat auch Vorteile, wenn einem Mantren oder Gebete bereits in Fleisch und Blut übergegangen sind, so dass im Notfall sofort eine tiefe Verbindung da ist.

 

Wenn wir es ganz einfach sagen wollen: Spiritualität ist, wenn es echt ist, wenn es aus dem Herzen kommt. Welche Form man dafür wählt, ist so individuell, wie wir alle sind. Manche finden Erfüllung und spirituelle Verbindung in ihrer Yoga Praxis. Für andere ist es ein Spaziergang in der Natur, ein Ritual, ein Gebet oder eine Meditation. Die meisten Menschen praktizieren nicht nur eine Sache. Das ist auch gut so, viele Wege führen dorthin und meist muss man erstmal ein bißchen suchen, bis man sein´s gefunden hat.

Im Grunde ist auch unser Alltag Spiritualität, wenn es gut läuft (das tut es nicht immer, aber wie oben angesprochen wollten wir ja nicht mehr so streng mit uns sein). Wir alle befinden uns im großen Netz der Verbindungen. Wir können da gar nicht raus. Selbst wenn wir uns hinstellen und sagen: Ich bin Atheist, an verfeinerte Formen der Psychologie glaube ich nicht und mit dem Tod ist Schluss, sind wir ein Mensch, der eben so denkt – im großen Netz des Lebens.

Wir können gar nicht »verloren gehen«, auch wenn wir uns manchmal so fühlen. Auch das gehört zum Leben dazu und ist nur ehrlich. Spiritualität ist nicht Wellness und die Traditionen weltweit kennen das, was man bei uns »die dunkle Nacht der Seele« nennt. Ein Zustand abgeschnitten von allem. Wenn es uns schlecht geht, sind wir wenigstens noch dabei. Es ist mies, aber man fühlt sich immerhin noch vorhanden und eingebunden. Abgeschnitten zu sein ist die wirkliche Herausforderung.

Ist es nicht auffällig, dass gerade in unserer Zeit so viele Menschen an Depressionen leiden? Die Symptome der »dunklen Nacht« sind so gut wie identisch mit denen einer schweren Depression: man empfindet nichts mehr, alles ist hohl, man ist – aus schamanischer Sicht – im wörtlichen Sinne von allen guten Geistern verlassen.

Spirit bedeutet Geist. Der Mensch kann nicht ohne seine guten Geister. Das ist eine sehr alte Erkenntnis, wie die zahlreichen Traditionen für Seelenrückholungen und auch viele Reinigungsrituale in den unterschiedlichsten Kulturen zeigen.

Für viele Menschen bringt Spiritualität wieder Licht in diese Situation, sie ruft die guten Geister zurück, die Lebensgeister. Natürlich nicht in Konkurrenz zu einer gut fundierten Behandlung, sondern als Ergänzung, als zusätzliches Plus. Und natürlich muss man nicht erst schwer erkrankt sein, um dem Leben etwas mehr Licht zu geben.

 

Für viele stellt sich die Frage: Wo anfangen? Es gibt so vieles, wie findet man seinen Weg? Viele Menschen bekommen kleine Winke. Man sollte wirklich nicht zu viel nachdenken, sondern mehr nachfühlen. Was »zieht« mich förmlich zu sich?

Wir machen oft Umwege, weil wir gutgemeinten Ratschlägen folgen oder denken: Man sagt, das ist gut für xyz, das passt zu dem, was ich brauche. Und dann – ich will ja nicht schon wieder damit anfangen – sind wir auch noch so streng. Es muss schon was »richtiges« sein, etwas halbgewalktes kommt nicht in Frage. Das ist eine Form von Prestigedenken, die schnell im Weg steht in unserer Leistungs-Kultur.

 

Im Grunde braucht man nur drei Fragen, es ist ganz einfach:

  • Wo zieht es mich hin, wenn es Spitz auf Knopf steht und ich unbedingt Hilfe brauche?
  • Wo fühle ich mich zu Hause, geborgen, was wärmt mich spürbar?
  • Wo habe ich das Gefühl einen Weg zu gehen, auf dem ich immer wieder etwas dazu zu lernen kann?

Wenn du das beisammen hast, bist du auf einem richtigen Weg für dich.

 


Licht, Licht, Licht

Gerade ist Lichtmess bzw. Imbolc und der Februar ist generell ein Monat des Lichts. Früher war – je nach Region – jetzt erst die Weihnachtszeit zu Ende. In manchen Gegenden stand der Weihnachtsbaum bis zum 1. Februar, wie ein schützendes Bollwerk gegen die dunkle Zeit. Oder doch als magischer (Welt)Baum, der in der dunkelsten Phase des Jahres mit den verborgenen Kräften verbindet?

Nun beginnt wieder die Zeit des Lichts, jetzt spürt man es und sieht es auch im Alltag. Eine gewisse Vorfreude macht sich breit und man will die Dunkelheit hinter sich lassen. Viele Bräuche beschäftigen sich jetzt damit, zu reinigen und zu erneuern. Ein paar Ideen für den Start findet ihr an dieser Stelle. Ihr könnt sie gerne ergänzen, erweitern, ausbauen und damit etwas ganz eigenes daraus machen.

 

Die lichtvolle Birke

Die Birke ist ein durch und durch magischer Baum, mit einer langen Tradition. Da könnten wir morgen noch reden! 😉 Heutzutage wird sie meist innerlich verwendet, um den Winter aus den Knochen zu spülen. Dazu wird Birkenblättertee getrunken oder Birkenwasser, das man mittlerweile fast überall bekommt. Eine kleine Kur (wenn medizinisch nichts dagegen spricht) von zwei, drei Wochen und man ist ein neuer Mensch.

Naja, fast… Wunder werden nicht passieren, aber man kann sich ruhig den Spaß machen und einmal vor der Kur das Gesicht fotografieren und einmal danach. Den Unterschied sieht man tatsächlich. Was aber noch viel wichtiger ist: man fühlt ihn auch.

Die Birke hat – wie alle Pflanzen, die sanft die Nieren-Energie bewegen – auch auf die Gefühle eine entstauende Wirkung. Wer viel Druck und Anspannung hat, sollte nicht nur bei den „üblichen Verdächtigen“ suchen. Manchmal erreicht man über die Nieren mehr als über die Nerven. Wie immer gilt: mit Arzt und/oder Heilpraktiker absprechen, wenn es Vorerkrankungen gibt.

 

Weiße Kerzen

Ein alter Hut? Moderne Menschen sind manchmal lustig: viele sehnen sich nach Traditionen und wenn sie dann welche haben, verleiern sie die Augen, dass es immer dasselbe ist. Gibt´s nicht mal was neues? Ein Körnchen Wahrheit ist trotzdem dabei: würde man nur seelenlos dasselbe machen, wäre es kein kraftvolles Ritual. Ihr könnt gerne variieren, eine eigene Note reinbringen und experimentieren.

Eine Kerze ist ein starkes Symbol. Feuer ist in vielen Kulturen ein Symbol für die Weltachse, für die Verbindung „von hüben nach drüben“ im spirituellen Sinne (neben Bäumen, Bergen und vielem mehr). Wobei das Wort Symbol zwiespältig ist: es ist im Ritual die Weltachse, es ist nicht nur ein Zeichen für etwas.

Ich bin mit dem Wort Symbol mittlerweile sehr vorsichtig geworden, weil die Dinge wirklich ihre Kraft haben. Wenn wir Westler das Wort Symbol hören, denken wir schnell: ah, das ist symbolisch (im Sinne von: man stellt es sich bloß vor).

So eine schlichte, weiße Kerze mit ihrer reinen, klaren Ausstrahlung kann z.B. jeden Abend im Februar entzündet werden. Du kannst auch mehrere verwenden. Manche schwören auf ein kleines Lichtermeer aus Teelichten, wenn sie einen schweren Tag hatten, um wieder aufzutanken.

 

Bergkristall

Auch hier lohnt wieder der Blick in andere Kulturen, der Bergkristall gilt häufig als eine Form von fest gewordenem Licht. Interessanterweise kam man überall auf der Welt zum selben Schluss: der Bergkristall ist ein durch und durch magischer Stein, der sehr gut Schwingungen leitet. Heutzutage werden Quarze aufgrund ihrer Eigenschaften gerne als Schwingquarze in der Elektronik verwendet. Was die Schamaninnen und Schamanen schon vor tausenden Jahren erspürten… (soviel nochmal zum Begriff „Symbol“, es steckt eben mehr dahinter, auch wenn wir vieles noch nicht begründen können).

Unsere hiesigen Vorfahren sahen ihn als Eis-Stein, wegen seiner großen Klarheit. Die berühmte Kristallkugel der Wahrsagerin ist auch bei uns noch eine leise Erinnerung an die besondere Kraft des Bergkristalls.

Ähnlich wie die weißen Kerzen teilt auch der Bergkristall das Schicksal „irgendwie so basic“ zu sein, wenn wir es trendy ausdrücken wollen. Lassen wir die Trendsetter immer neuen Dingen und Kicks hinterherjagen. Man kann das Rad immer wieder neu erfinden. Man kann sich aber auch einfach auf den Wagen setzen und losfahren. So kommt man deutlich besser voran.

Lange Rede, kurzer Sinn: wenn du Licht und neue Energie in dein Leben holen willst, sind die guten, alten Bergristalle die besten Begleiter, die man sich vorstellen kann. Gerade wenn man sich irgendwie so abgeschnitten von allem fühlt und neue Energie ins Leben locken will.

Was seit Jahrtausenden gut und bewährt ist, muss nicht über den Haufen geworfen werden, nur um krampfhaft etwas neues zu haben. Ist es nicht manchmal viel schöner zu sagen: Das, was ich jetzt mache, hat man schon vor so langer Zeit gemacht. Da kommt ein ganz anderes Bewusstsein auf und es entsteht eine Verbindung.