Die Sterne 2016

Ein Horoskop an sich ist eine sehr individuelle Sache. Die typischen Zeitungs-Horoskope beleuchten nur einen einzigen Faktor – nämlich den Stand der Sonne – allgemein auch als „Sternzeichen“ bekannt. Alles andere bleibt außen vor, was die Aussagekraft sehr einschränkt.

Dabei ist jedes Horoskop so einmalig wie ein Fingerabdruck. Es gibt zahlreiche Faktoren, die in vielfältigen Verbindungen zueinander stehen können. Wenn Horoskope Strickmuster wären, hätte jeder Mensch zwar grundsätzlich dieselben Farben darin, aber in den unterschiedlichsten Anteilen und Mustern.

Wenn man für ein neues Jahr in die Sterne gucken will, schaut man vor allem auf die langsameren Planeten, die die Stimmung längerfristig einfärben. Die »flotten Flitzer«, wie Mond, Merkur, Venus und auch die Sonne, bescheren uns die beständige Abwechslung des Alltags.

Die langsameren Planeten wie Jupiter, Saturn oder Uranus sind wie ein Schlaglicht, das längere Zeit bestimmten Themen beleuchtet und dadurch bewirken, dass viele Menschen gleichzeitig das Gefühl haben, dass gerade eine bestimmte Stimmung in der Luft liegt.

 

Die Liebe

Das Zeichen Waage wird vom Liebesplaneten Venus regiert und bekommt ab dem September Besuch vom Glücksplaneten Jupiter. Damit werden ab dem Herbst große, positive Veränderungen in der Liebe leichter. Diese Konstellation bleibt ein Jahr lang bis zum Herbst 2017 bestehen.

Jupiter in der Waage hat zudem Grundsätze und Werte, hier geht es um dauerhafte Beziehungen, die Halt geben und verlässlich sind. Eine gute Zeit für alle, die eine dauerhafte Beziehung suchen oder ihrer bestehenden Beziehung neue Impulse geben wollen.

 

Die Finanzen

Bei den Finanzen schaut man gerne auf Jupiter (Großzügigkeit, Wachstum) und Saturn (Einschränkungen bis hin zur Knickrigkeit) als polare Gegenspieler.

Bevor Jupiter im Herbst zur Waage wandert, befindet er sich das ganze Jahr über in der Jungfrau. Eine gute Zeit, um die Finanzen in Ordnung zu bringen, mit einem Haushaltbuch anzufangen (die gibt’s mittlerweile sogar als App) und sich neu zu sortieren.

Ab dem Herbst fließt das Geld mit dem Waage-Einfluss gerne in die schönen Dinge des Lebens, in kreative Sachen und alles, was der Seele gut tut und für Ausgleich sorgt.

Sparfuchs Saturn bleibt das ganze Jahr über im Schützen (da tummelt er sich auch noch bis Ende 2017), was die Disziplin unterstützt und einen z.B. leichter für langfristige Ziele sparen lässt, anstatt den schnellen Konsum-Kick zu suchen.

Allerdings ist es gut, wenn man die eigenen Beweggründe dabei fest im Blick hat, denn diese Kombination kann auch zu falschem Stolz führen. Dann kümmert man sich mehr um das Urteil der anderen und will einen guten Eindruck machen, anstatt wirklich nach den eigenen Bedürfnissen zu gehen.

Es heißt also: Disziplin ja, aber nicht um sich besser als andere zu fühlen, sondern um die eigenen Ziele zu verwirklichen.

 

Spirituelles

In spirituellen Fragen geht der Blick zu Neptun, einem sehr langsamen Wanderer, der 2011 in die Fische gekommen ist und dort auch noch bis 2026 bleiben wird. Wir müssen hier also in großen Dimensionen denken. Das ist ein lang anhaltender Einfluss, in 15 Jahren kann viel passieren.

Diese Zeit wird die spirituelle Seite in vielen Menschen tief berühren und etwas in ihnen zum klingen bringen, das sie zuvor noch gar nicht empfunden haben. Ganz normale Menschen von nebenan beginnen sich mit geistigen Fragen auseinander zu setzen, machen einen Meditationskurs, probieren Yoga oder lassen sich die Karten legen. Das sind nur ein paar Beispiele, es gibt noch vieles mehr und jeder hat seine eigenen Wege.

Die Hemmungen, sich diesem Thema zu widmen (die in der westlichen Kultur manchmal noch stark sind, wobei es so ziemlich die einzige Kultur ist, die das so sieht) werden kleiner. Denn immer mehr Menschen spüren in ihrem Inneren, dass da mehr zwischen Himmel und Erde ist. Sie „glauben“ nicht, sondern sie spüren etwas und fangen an, mehr darüber herauszufinden.

 

Die besondere Kraft des neuen Jahres

Wenn man in den Sternen nach einem Joker sucht, ist Uranus ganz weit vorne auf der Liste. Der kleine Revoluzzer steht seit 2010 im dynamischen Widder und bleibt dort noch bis 2019. Da haben sich die Richtigen gefunden! Zusammen entfachen sie ein Feuerwerk der Möglichkeiten, doch diese Energie will erstmal gebändigt werden.

Das letzte Mal trafen sich Widder und Uranus von 1927 bis 1935. Das waren die wilden, goldenen 20er und leider auch der Beginn der dunklen Zeit, die danach kam. Damals standen Uranus und Pluto im Quadrat, was eine fanatische, aggressive Stimmung angeheizt hat.

Jetzt stehen sie in Opposition, sich direkt gegenüber: der wilde Uranus im starken Widder – der tief- bis abgründige Pluto im strengen Steinbock. Die Frage ist, was man daraus macht. So unterschiedlich sie auch sind: kombiniert man den starken Veränderungswillen von Uranus im Widder mit der nüchternen, klaren Macht des Pluto im Steinbock, kann man Großes erreichen.

Da ist starke Energie auf der einen Seite und die Klarheit, sie umzusetzen, auf der anderen Seite. Es kommt nur darauf an, wofür man diese Kraft einsetzt. Auf der ganz persönlichen Ebene ist jetzt die Zeit, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und das voranzutreiben, was einem wirklich wichtig ist.

Auch große Veränderungen und grundlegende Umbrüche können jetzt gelingen, so lange die beiden Gegenspieler als Team funktionieren: Uranus sorgt für den nötigen Treibstoff, Pluto für die Bodenhaftung und den unbestechlichen Blick fürs Wesentliche. Jede Energie hat plus und minus. Je stärker sie ist, desto bewusster müssen wir damit umgehen – und desto mehr können wir erreichen, wenn wir klug handeln.