Licht, Licht, Licht

Gerade ist Lichtmess bzw. Imbolc und der Februar ist generell ein Monat des Lichts. Früher war – je nach Region – jetzt erst die Weihnachtszeit zu Ende. In manchen Gegenden stand der Weihnachtsbaum bis zum 1. Februar, wie ein schützendes Bollwerk gegen die dunkle Zeit. Oder doch als magischer (Welt)Baum, der in der dunkelsten Phase des Jahres mit den verborgenen Kräften verbindet?

Nun beginnt wieder die Zeit des Lichts, jetzt spürt man es und sieht es auch im Alltag. Eine gewisse Vorfreude macht sich breit und man will die Dunkelheit hinter sich lassen. Viele Bräuche beschäftigen sich jetzt damit, zu reinigen und zu erneuern. Ein paar Ideen für den Start findet ihr an dieser Stelle. Ihr könnt sie gerne ergänzen, erweitern, ausbauen und damit etwas ganz eigenes daraus machen.

 

Die lichtvolle Birke

Die Birke ist ein durch und durch magischer Baum, mit einer langen Tradition. Da könnten wir morgen noch reden! 😉 Heutzutage wird sie meist innerlich verwendet, um den Winter aus den Knochen zu spülen. Dazu wird Birkenblättertee getrunken oder Birkenwasser, das man mittlerweile fast überall bekommt. Eine kleine Kur (wenn medizinisch nichts dagegen spricht) von zwei, drei Wochen und man ist ein neuer Mensch.

Naja, fast… Wunder werden nicht passieren, aber man kann sich ruhig den Spaß machen und einmal vor der Kur das Gesicht fotografieren und einmal danach. Den Unterschied sieht man tatsächlich. Was aber noch viel wichtiger ist: man fühlt ihn auch.

Die Birke hat – wie alle Pflanzen, die sanft die Nieren-Energie bewegen – auch auf die Gefühle eine entstauende Wirkung. Wer viel Druck und Anspannung hat, sollte nicht nur bei den „üblichen Verdächtigen“ suchen. Manchmal erreicht man über die Nieren mehr als über die Nerven. Wie immer gilt: mit Arzt und/oder Heilpraktiker absprechen, wenn es Vorerkrankungen gibt.

 

Weiße Kerzen

Ein alter Hut? Moderne Menschen sind manchmal lustig: viele sehnen sich nach Traditionen und wenn sie dann welche haben, verleiern sie die Augen, dass es immer dasselbe ist. Gibt´s nicht mal was neues? Ein Körnchen Wahrheit ist trotzdem dabei: würde man nur seelenlos dasselbe machen, wäre es kein kraftvolles Ritual. Ihr könnt gerne variieren, eine eigene Note reinbringen und experimentieren.

Eine Kerze ist ein starkes Symbol. Feuer ist in vielen Kulturen ein Symbol für die Weltachse, für die Verbindung „von hüben nach drüben“ im spirituellen Sinne (neben Bäumen, Bergen und vielem mehr). Wobei das Wort Symbol zwiespältig ist: es ist im Ritual die Weltachse, es ist nicht nur ein Zeichen für etwas.

Ich bin mit dem Wort Symbol mittlerweile sehr vorsichtig geworden, weil die Dinge wirklich ihre Kraft haben. Wenn wir Westler das Wort Symbol hören, denken wir schnell: ah, das ist symbolisch (im Sinne von: man stellt es sich bloß vor).

So eine schlichte, weiße Kerze mit ihrer reinen, klaren Ausstrahlung kann z.B. jeden Abend im Februar entzündet werden. Du kannst auch mehrere verwenden. Manche schwören auf ein kleines Lichtermeer aus Teelichten, wenn sie einen schweren Tag hatten, um wieder aufzutanken.

 

Bergkristall

Auch hier lohnt wieder der Blick in andere Kulturen, der Bergkristall gilt häufig als eine Form von fest gewordenem Licht. Interessanterweise kam man überall auf der Welt zum selben Schluss: der Bergkristall ist ein durch und durch magischer Stein, der sehr gut Schwingungen leitet. Heutzutage werden Quarze aufgrund ihrer Eigenschaften gerne als Schwingquarze in der Elektronik verwendet. Was die Schamaninnen und Schamanen schon vor tausenden Jahren erspürten… (soviel nochmal zum Begriff „Symbol“, es steckt eben mehr dahinter, auch wenn wir vieles noch nicht begründen können).

Unsere hiesigen Vorfahren sahen ihn als Eis-Stein, wegen seiner großen Klarheit. Die berühmte Kristallkugel der Wahrsagerin ist auch bei uns noch eine leise Erinnerung an die besondere Kraft des Bergkristalls.

Ähnlich wie die weißen Kerzen teilt auch der Bergkristall das Schicksal „irgendwie so basic“ zu sein, wenn wir es trendy ausdrücken wollen. Lassen wir die Trendsetter immer neuen Dingen und Kicks hinterherjagen. Man kann das Rad immer wieder neu erfinden. Man kann sich aber auch einfach auf den Wagen setzen und losfahren. So kommt man deutlich besser voran.

Lange Rede, kurzer Sinn: wenn du Licht und neue Energie in dein Leben holen willst, sind die guten, alten Bergristalle die besten Begleiter, die man sich vorstellen kann. Gerade wenn man sich irgendwie so abgeschnitten von allem fühlt und neue Energie ins Leben locken will.

Was seit Jahrtausenden gut und bewährt ist, muss nicht über den Haufen geworfen werden, nur um krampfhaft etwas neues zu haben. Ist es nicht manchmal viel schöner zu sagen: Das, was ich jetzt mache, hat man schon vor so langer Zeit gemacht. Da kommt ein ganz anderes Bewusstsein auf und es entsteht eine Verbindung.