Lichtpflanzen für die Zeit der Ahnen

Mit dem Oktober kommt Halloween/Samhain immer näher (31.10. auf den 1.11.) und auch die christlichen Totenfeste Allerseelen und später dann noch der Totensonntag. Im Blog steht der Herbst in diesem Jahr unter der Überschrift „Trauer und Vergänglichkeit“ und ich möchte dieses Thema auch hier beim Thema des Monats nicht außen vor lassen. Es mag kein bequemes Thema sein, aber es betrifft jeden irgendwann einmal und dann ist es gut, wenn man nicht völlig unvorbereitet ist.

In diesem Thema des Monats soll es um die traditionellen Lichtpflanzen gehen, die verwendet werden, um den Verstorbenen Licht zu schenken und ihren Weg auf der anderen Seite zu ebnen. Es geht aber auch um Pflanzen, die einem selbst in schweren Zeiten wieder etwas Licht schenken können.

 

Pflanzen für die Ahnen

Magische Pflanzen werden heutzutage oft als Räucherungen gebraucht. Speziell für die Ahnen sind dabei Wacholder, Alant, die Angelikawurzel und Fichtenharz (gemeinsam oder einzeln verräuchert) eine gute Wahl. Auch das Johanniskraut als große Lichtpflanze unserer Breiten wird gerne verwendet. Ganz besonders wenn ein Abschied nicht friedlich war oder man das Gefühl hat, dass der Verstorbene Hilfe benötigt um ins Licht zu finden und sich nicht lösen kann.

Manche mögen das für Geschichten aus längst vergangenen Zeiten halten. Aber aus den Beratungen mit den Karten weiß ich, dass sich so etwas auch heute noch ereignet. Oft genug bei Menschen, die sich vorher nie mit spirituellen Dingen befasst haben und deren ganzes Weltbild durch diese Ereignisse ins Wanken geraten ist.

Vielfach wurden Pflanzen früher nicht geräuchert, sondern einfach gepflanzt, um für Harmonie zwischen dem hier und jetzt und der anderen Ebene zu sorgen. Als Hexe muss ich manchmal schmunzeln, wenn ich sehe, wie viele Leute im Herbst ihre Balkons und Gärten mit Erika (Heidekraut) bepflanzen. Da muss eine tiefere Erinnerung wirken, denn kaum jemand weiß noch, dass Erika eine schutzmagische Pflanze ist, die auch zu den Toten-Pflanzen gehört (Toten-Pflanze im Sinne von: eine Pflanze, die dafür sorgt, dass es harmonisch zwischen den Lebenden und den Verstorbenen zugeht).

 

Pflanzen für die Seele

Natürlich kann man in schweren Zeiten auch selbst auf die grünen Helfer vertrauen. Es gibt viele Pflanzen für die Seele und jede von ihnen wirkt ein bißchen anders, so dass man manchmal erst probieren muss, welche einem ganz persönlich am besten hilft. Zudem wirken Heilpflanzen wirklich und alles was wirkt, kann auch Nebenwirkungen oder z.B. Wechselwirkungen mit Medikamenten haben (zum Beispiel beeinträchtigt Johanniskraut die Wirkung der Pille).

Bis heute hält sich bei vielen die Meinung: Ach, das ist doch nur ein Kräutertee (Kräuterkapseln, … usw.), aber auch bei Kräutern ist es wichtig, sich vorher schlau zu machen. Auch Kräuter sind richtige Wirkstoffe. Ärzte, Heilpraktiker und natürlich auch Apotheker können einem dabei weiterhelfen.

In schweren Zeiten wurde früher schon gerne der Weißdorn als Tee getrunken. Er ist gut für das Herz, aber nicht nur körperlich, sondern auch für das seelische Herz. Die gute, alte Kamille ist ebenfalls nicht zu unterschätzen. Sie entspannt und hilft bei Stress, noch dazu ist sie eine sehr sanfte Heilpflanze, die gut verträglich ist.

Melisse ist auch so eine Pflanze fürs Herz, sie hilft die Dinge etwas leichter zu sehen. Sehr entspannend sind auch Lindenblüten, wobei sie manchmal müde machen (was wiederum zum Einschlafen genutzt werden kann) und daher nicht unbedingt für den Tag geeignet sind.

Es gibt noch viele weitere Pflanzen und oft ist es so, dass man ganz zufällig über sie stolpert (z.B. plötzlich überall von ihnen hört), wenn man sie braucht. Das Leben gibt uns oft kleine Winke, besonders in schweren Zeiten, man muss ihnen nur lauschen.