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Mein Weg ins Spirituelle begann früh und hat viele, zauberhafte Etappen genommen. Das Spirituelle ist für mich nichts übernatürliches oder gar abgehobenes, wie man es leider so oft erlebt. Es ist die Kommunikation mit der Urkraft, die alles bewegt, gestaltet und in neue Formen verwandelt.

Ob man sie für sich persönlich Gott, die Göttin, das Universum oder einfach nur Energie nennt, das ist nebensächlich, denn letztendlich kreisen all diese äußeren Formen um ein und dieselbe Erkenntnis: dass es noch mehr zwischen Himmel und Erde gibt, als das rein Offensichtliche.


Ich bin auf dem Land groß geworden, inmitten einer reichen Fülle von Bräuchen und einer Familie, die ein fast schon erbliches Interesse an Geschichte, Religionen und spirituellen Wegen hat.

Bei uns ging man mit einer Gürtelrose nicht zum Arzt, sondern zum Schäfer, der sie weggesprochen hat. Das waren völlig normale Dinge, mit denen man wie selbstverständlich groß wurde. Ich lernte das Kartenlegen von meiner Mutter und ab diesem Punkt begann auch der Weg in spirituelle und die magische Gefilde.


Es war für mein Umfeld nicht überraschend, dass ich diesen Weg gehe. Zu Vollmond im Sternzeichen Fische (AC Zwillinge) geboren, hatte ich immer eine besondere Verbindung zu allem, was zwischen Himmel und Erde ist. Unsere Familie wohnte mehrere Jahre in einem Haus, in dem es spukte, was uns jeden Zweifel daran nahm, das es auch noch ganz andere Ebenen gibt.

Es ist natürlich eine Sache für sich, wenn man Schritte hört, wo niemand ist. In einem alten Haus kann das viele Gründe haben. Aber wenn der Hund in dem Moment bellend zur Zimmertür läuft, spätestens dann weiß man, dass es keine knarrenden Dielen waren.

Ich verfolgte meinen Weg weiter und brachte eine kleine Zeitschrift heraus, die ich "Witches World" getauft hatte. Dafür galt allerdings das Sprichwort: mühsam nährt sich das Eichhörnchen! Ich vertrieb sie über Anzeigen in verschiedenen Zeitschriften und wer weiß, vielleicht geistern sogar noch ein paar Exemplare davon irgendwo herum. Später schrieb ich dann noch etwas mehr und es erschien mein erstes Buch.

Dadurch passierte, was so gar nicht geplant war: das Spirituelle wurde Schritt für Schritt zum Beruf. Es kam eines zum anderen, man sprach sich langsam herum und irgendwann stand ich vor der Frage: mache ich es oder gehe ich auf Nummer sicher?

Zu diesem Zeitpunkt war das eine gewagte Sache, die große Esoterikwelle war noch nicht in Sicht und diese Berufswahl galt, vorsichtig gesagt, als etwas exotisch. Wofür ich mich schließlich entschieden habe, ist natürlich kein schweres Rätsel.

Als spirituelle Beraterin zu arbeiten bedeutet für mich, zu helfen, zu unterstützen, zu lehren und zu beraten. Ich behalte das Wissen nicht für mich, sondern teile es gerne z.B. in Büchern, in den Kursen und auch in der persönlichen Arbeit.

Ich bin nicht der grauen Theorie verpflichtet, sondern arbeite im echten Leben, wodurch meine Ansichten oft etwas lebenspraktischer sind als das, was man sonst teilweise in der Esoterik findet.

 

⇒ Ein ausführliches Interview mit Claire finden Sie auf littera.info.

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