Claire´s Tipps für guten Rat

 

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Durch Klienten, Freunde, Kollegen und Leser bekomme ich immer wieder vieles mit, rund um den Bereich esoterische Lebensberatung. Das hat mich dazu bewogen, ein paar Dinge zu notieren, die hilfreich sein können, wenn man auf der Suche nach spiritueller Beratung ist.

 

Wer ist das überhaupt?

Wenn Sie nach spiritueller Lebensberatung suchen, sei es mit den Karten oder auf anderen Wegen, schauen Sie sich potentielle Berater/innen in Ruhe an, selbst wenn Sie sich gerade unter Druck fühlen und gerne eine möglichst schnelle Lösung hätten.

Mögen Sie die Arbeitsweise, die Person und ihre Aussagen, stimmt die Chemie? Erfahren Sie etwas über denjenigen oder ist alles sehr allgemein gehalten? Ist derjenige "echt"? Gibt es Möglichkeiten kostenlos Kontakt aufzunehmen und anzufragen oder ist das nicht möglich? Gibt es ein Impressum (für Homepages) oder eine Kontaktadresse (bei Beratungen außerhalb des Webs)?

Stellt sich der Berater oder die Beraterin mit einem Foto vor oder ist alles sehr anonym gehalten? Natürlich geht es dabei nicht darum, ob einem die Nasenspitze des Beraters gefällt, doch wer seriös im spirituellen Bereich arbeitet, der wird auch dazu stehen und sich persönlich vorstellen.

Auch wichtig: wie sieht die Homepage als solche aus? Seriöse Berater/innen verzichten auf Werbebanner für alles mögliche auf ihren Seiten!

 

Was wird angeboten?

Nicht jeder kann alles und daher ist es nur natürlich, dass man auch nicht alles anbieten kann. Seriöse Berater/innen versuchen nicht eine eierlegende Wollmilchsau zu sein, sondern zeigen klar die Themengebiete, in denen sie arbeiten.

Wenn eine Person viele verschiedene Dinge auf einmal anbietet, sollte man sich Gedanken machen, ob sie bei all den vielen Themen noch irgendwo wirklich in die Tiefe gehen kann.

Wer gleichzeitig pendelt, mit Kipperkarten, Skat, Tarot und dem Witchboard arbeitet, dazu auch noch Hellsehen, Voodoo, Zen, Reiki, Ayurveda, Bachblüten, Engel, Astrologie, ein bißchen Magick und natürlich auch noch Wicca, Schamanismus, Druidentum und Rückführungen anbietet - nunja..., was will man dazu noch sagen.

 

Was kostet das?

Ganz klar: transparente Angaben zu den Kosten sind ein Merkmal seriöser Arbeitsweisen. Man möchte schließlich wissen, was einzuplanen ist. Bei schwammigen Aussagen oder wenn plötzlich Nachzahlungen gefordert werden, sollte man sehr vorsichtig sein.

Bei unerklärlich hohen Summen ruhig nachfragen, wie sich sich zusammen setzen. Auch zu niedrige Preise lassen nicht auf Seriosität schließen, denn wer brav seine 19% Mehrwertsteuer (plus Einkommenssteuer etc.) zahlt, kann keine Billigpreise machen, dann ist irgend etwas faul.

 

Gratisangebote...

Kein Mensch arbeitet umsonst, sonst hieße es nicht Arbeit, sondern Freizeit. Wer Arbeit für andere leistet, hat auch ein angemessenes Honorar dafür verdient. Bei Gratisangeboten ist davon auszugehen, dass sie als Lockmittel dienen und Hemmschwellen abbauen sollen.

Was anfänglich nichts kostet kann jedoch richtig teuer werden, wenn die aufgestellte Falle zuschnappt und man z.B. süchtig nach teuren Telefonaten wird oder einem bei der "Gratis"analyse eine Bedrohung eingeredet wird, die dann gar nicht mehr so gratis, sondern für teuer Geld entfernt werden soll.

Es gibt aber auch Firmen, die sich als Einzelperson ausgeben und Ihre "Gratis"anfrage nutzen, um Sie mit Werbung zu überschütten und Ihnen dann nicht unerheblich Druck machen, irgendwelche Wundermittelchen o.ä. zu kaufen.

Wie klein wäre im Vergleich dazu ein ganz normales Honorar bei einem seriösen Berater gewesen... Also: Vorsicht! Seriöse Berater/innen haben solche Lockmittel nicht nötig.

 

Was wird versprochen?

Ein seriöses Angebot verspicht niemals jedem alles, sondern weist realistisch auf Möglichkeiten, aber auch Grenzen hin. Wo das nicht der Fall ist und sich scheinbar das Land der unbegrenzten Möglichkeiten auftut, sollte man sich fragen, warum diese Leute dann überhaupt noch arbeiten und nicht schon auf einer sonnigen Karibikinsel sind, wenn sie doch alles herbei hexen können, so wie sie es behaupten.

Wir alle haben einen Lebensplan und weder Magie noch Kartenlegen sind dazu da, das eigene Leben zu umgehen und statt dessen alles auf dem Silbertablett serviert zu bekommen. Sie sind dazu da, uns zu helfen, damit wir unseren Weg umsichtig, leichter und besser gehen können. Aber sie sind keine "Fluchtmittel" aus unserem Leben.

 

Der gute Ruf

Es ist nicht immer einfach, gute Berater/innen oder gute magische Hilfe zu finden. Und das Internet kann hier mehr Verwirrung als Klarheit schaffen. Es gibt genügend Leute, die sich in Internetforen selbst (zum Beispiel unter einem falschen Nick oder mit Hilfe des Freundeskreises) loben und/oder ihre Kolleg/innen auf demselben Wege schlecht machen. 

Es gibt nicht wenige, die sich an bekanntere Leute dran hängen wollen, zum Beispiel indem sie behaupten gut mit ihnen bekannt zu sein oder sogar von ihnen empfohlen zu werden.

Das ist mir auch schon passiert. Mein Highlight war eine Dame, die behauptete, mit mir verwandt zu sein, weil sie denselben Nachnamen hatte und dies nun geschäftstüchtig in blanke Münzen umwandeln wollte. Auf so etwas kommt man gar nicht, als normal denkender Mensch! Doch nachdem es mir mehrere Leute zugetragen haben, bin ich der Sache auf den Grund gegangen und habe ich mich erfolgreich dagegen gewehrt.

Glaubt bloß nicht alles, was irgendwo von irgendwem erzählt wird und fragt immer direkt bei den Leuten nach. Die sind oft genug überrascht, wer da so alles gut befreundet sein will.

Verlassen Sie sich nur auf Freunde und Bekannte, die nachprüfbar Erfahrungen mit jemandem haben. Achten Sie beim Leumund genau darauf, ob er oder sie überhaupt "echt" ist.

Denn alles andere ist nicht selten schlicht und ergreifend Schleichwerbung. Leute, die sich nur in der Esoterik tummeln weil sie den schnellen Euro machen wollen, greifen manchmal sogar richtig aggressiv zu solchen Mitteln, wie man auch an der Geschichte mit meiner Scheinverwandten sehen kann. 

 

Druck?

Sobald in irgend einer Weise Druck ausgeübt wird (angebliche Flüche, Rituale die plötzlich wiederholt werden müssen, Kartenlegungen die komischerweise einmal die Woche zu wiederholen sind usw.), kann man sich sicher sein, dass diese Beratung nicht ganz koscher ist.

Wenn Ängste geschürt werden, wenn man eingeschüchtert wird, wenn Abhängigkeiten erzeugt werden oder auch einfach "nur" wenn man sich unwohl fühlt, sollte man es lassen.

Genauso, wenn der beratende Mensch auf einmal beginnt, seine eigenen Probleme bei Ihnen abzuladen und man hinterher mehr über die Wehwehchen und das Liebesleben eines Beraters erfahren hat, als zu den eigenen Fragen.

Wenn sich ein beratender Mensch ständig zum Mittelpunkt der Beratung macht, darf man skeptisch werden (zum Beispiel bei Selbstbeweihräucherung etc.), denn der Sinn der Sache ist ja, das der Klient Aufmerksamkeit, Rat und Hilfe erfährt.