Mojo & Co.

afrikanische Mojos im Grassi Museum (Leipzig)
„Got my Mojo working...“ sangen alle großen Legenden des Blues, von Ann Cole, Muddy Waters über B.B. King bis zu Elvis Presley. Tatsächlich bezieht sich dieser Song auf magische Mojos, auch als Mojo Bag, Wanga, Ouanga, Juju, GrisGris oder Conjure Bag bekannt. Sie sind die klassischen Zaubersäckchen der afrobasierten Magie, von New Orleans bis Westafrika.
Mojos sind Säckchen, kleine Stofftücher oder Lederstücke, die mit natürlichen Zutaten gefüllt und anschließend magisch behandelt und geweiht werden. Sie können äußerlich sehr schlicht oder auch reich verziert sein, doch bei aller Verzierung ist das Wichtigste natürlich der Inhalt. Aus der Kombination der einzelnen Bestandteile ergibt sich die individuell angestrebte Wirkung.
Mojos können die verschiedensten Zutaten vereinen: Kräuter, Harze, Wurzeln, Rinden, Glückssymbole, Kristalle, kleine Püppchen, Fotos, Spielkarten, Haare, Münzen, Alaun, magische Zeichen auf Pergament, Muscheln, Edelsteine, Wunschzettel, Nägel, Knochen, Metallstückchen, Würfel, Salz,...
Auch ihre Farbe und das Material, aus dem sie bestehen, spielt in den meisten Traditionen eine große Rolle. Dem magischen Gesetz: "Gleiches bewirkt Gleiches" folgend, ziehen Mojos das an (oder wehren ab), was ihre Zutaten symbolisieren und bewirken. Sie sind ideal, wenn ein großes Ritual zu scharf geschossen wäre, man aber trotzdem nicht untätig bleiben möchte in der betreffenden Angelegenheit.
