Gefahren im Umgang mit Magie

Noch nie konnte man so viel magisches Wissen so frei zusammentragen, wie es heute der Fall ist. Wir können aus den verschiedensten Traditionen und Kulturen schöpfen, alles scheint möglich zu sein.
Und genau das ist schon die erste Stolperfalle. Denn wer Wesenheiten ruft, die er/sie gar nicht kennt, nur "...weil in diesem Buch steht das man das so macht!", dem wird das Buch vermutlich nicht weiter helfen, wenn es dann schief geht.
Es ist toll sich Inspirationen und Anregungen zu holen, aber bitte arbeite dich erst einmal durch den entsprechenden (kulturellen) Hintergrund und lerne jede Wesenheit in Ruhe kennen, bevor du auch nur daran denkst sie herbei zu zitieren. Ein Freund von mir, der über profundes zeremonialmagisches Wissen verfügt, hat das letztens in einer Diskussion sehr schön auf den Punkt gebracht:
"Früher hat man sein Pantheon kennengelernt, seine Mythologie gelesen, magische Waffen hergestellt, stunden- und tagelang meditiert. Heute brauchst du nur eine Bestellung an das Universum aufgeben und kannst die Götter ansonsten gute Leute sein lassen."
Aber so einfach ist das eben nicht. Magie ist echt! Sie ist kein Spiel. Viel Kummer ließe sich verhindern, wenn die Leute erst nachdenken und dann handeln würden. Und vor allem: wenn sie nicht blind aus Büchern heraus loslegen würden, ohne wirklich mit den Wesenheiten, Ritualzutaten und ihrem eigenen Weg vertraut zu sein.
Ja, genau: der eigene Weg! Nicht wenige Leute verlieren sich bei der Beschäftigung mit esoterischen Themen. Manche fühlen sich plötzlich als mächtige Magier und meinen nun ihr ganzes Leben via Zauberspruch gestalten zu müssen.
Andere steigern sich hinein, wollen überall irgendwelche Kräfte am Werke sehen und werden dabei einigermaßen paranoid. Es gibt auch Leute die ein Helfersyndrom entwickeln und plötzlich jedem den sie so kennen "hilfreich" ins Leben hinein zaubern wollen, ohne die Leute wenigstens einmal zu fragen ob das überhaupt erwünscht ist. Sie gefallen sich dann als eine Art Strippenzieher/in im Leben anderer, stattdessen sollten sie sich erst einmal mit ihrem eigenen Leben befassen.
Wie man es besser macht, kannst du in meinen Büchern nachlesen. Die wichtigsten Eckpunkte für einen vernünftigen Umgang mit Magie sind:
Du würdest keinem Fremden deine intimsten Wünsche anvertrauen, tue es also auch nicht bei fremden Wesenheiten! Lerne erst kennen, mit wem du zusammen arbeiten willst. Das ist in der Magie wie im restlichen Leben auch.
Lass dir Zeit um nachzudenken, wäge gut ab ob Magie überhaupt notwendig ist.
Arbeite nie aus einer Laune heraus magisch, weder Wut noch Euphorie bilden eine gute Grundlage für einen Zauber.
Überprüfe immer ehrlich und ohne Scheuklappen was deine wirklichen Beweggründe für einen Zauber sind.
Lass´ dich nicht von "Esoterik Light" anstecken, mach es lieber richtig!
Meditiere, erde dich, geh raus in die Natur! Arbeite zuerst an dir selbst, bevor du irgend etwas anderes verändern möchtest.
Lerne die magischen Grundlagen und Techniken, bevor du loslegst. Du würdest ja auch kein 5-Gänge-Menü für deine Schwiegereltern kochen, ohne vorher zu üben, oder? Lass dir eines gesagt sein: die meisten Wesenheiten haben etwas mehr drauf als wir kleinen Menschen!
- Und das Wichtigste: übernimm dich nicht! Mache einen Schritt nach dem nächsten, das bewahrt dich nicht nur vor magischen Problemen, sondern hilft auch, die Freude an der Magie zu erhalten! Und darum geht es schließlich: mit Liebe und Freude Gutes zu gestalten und zu rufen!