Crowley Tarot

 

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Der Crowley-Tarot hat ein ähnliches Schicksal, wie die Karten von Waite und Coleman-Smith, auch er müsste anders heißen, nämlich Harris-Crowley-Karten. Denn es war Lady Frieda Harris, die wie Coleman-Smith eine magisch hoch gebildete Frau war, und das magische „enfant terrible“ der damaligen Zeit mit Hartnäckigkeit und wohl auch mit finanziellen Mitteln überredete, gemeinsam einen Tarot zu gestalten. Sie war die treibende Kraft hinter diesem Tarot.

Die Gestaltung der Karten ist unglaublich modern für die Zeit, in der sie entstanden sind, zudem sind die männlichen und weiblichen Kräfte in ihnen endlich ausgeglichen: Prinz und Prinzessin, Ritter und Königin tummeln sich in den Hofkarten.

Die Symbolik der Karten ist tiefgehend und erfordert kabbalistisches und astrologisches Wissen, wenn man sich dieser Ebene der Karten annähern möchte. Die Karten sind regelrecht vollgestopft mit magischen Symbolen und Metaphern, die auch über eine ausgefeilte Farb- und Formenwahl zum Betrachter sprechen.

Aus Neugier habe ich vor einer Weile beim amerikanischen Ordo Templi Orientis (der wohl auch die Originale der Bilder hütet) angefragt, wie groß sie eigentlich gemalt wurden. Es sind umgerechnet gerade einmal 27 cm x 42 cm! Wenn man sich die Detailfülle der Karten anschaut, kann man die künstlerische Leistung kaum hoch genug bewerten.

Die vielen Details sollten allerdings niemanden abschrecken, schließlich kann man mit den Karten auch schlicht und einfach Orakeln, dafür muss man nicht jedes einzelne Symbol verstanden haben. Die Karten sprechen schließlich auf vielen, verschiedenen Ebenen zum Deutenden.

 

 

© Kartenabbildung mit freundlicher Genehmigung
des
Königsfurt-Urania Verlages.