Waite Tarot

Das Waitedeck gilt als der Klassiker unter den Tarotkarten. Und das nicht zuletzt, weil Waite und die ebenfalls in den Golden Dawn initiierte Pamela Coleman-Smith (sie war keinesfalls nur eine Malerin, die Anweisungen entgegen nahm, im Gegenteil: die beiden sollen oft lebhafte Auseinandersetzungen um die esoterische Gestaltung der Karten gehabt haben) sich der Zahlenkarten (1-10 in den kleinen Arkana) annahmen und ihnen ein Gesicht gaben.
Die klaren Bilder der Karten rufen im Betrachter sofort Assoziationen hervor, was einer der Gründe sein dürfte, warum diese Karten so oft geklont wurden für neue Kartendecks, welche die wesentlichen Gestaltungselemente übernahmen.
Manchmal gelang das ganz wunderbar (wenn die Gestalter auch eigene Ideen einbrachten), manchmal aber auch weniger gut (wenn keine Ideen, sondern nur ein neues Design über die Karten gestülpt wurde).
Beim Legen eignet sich das Waitedeck für alle Lebensbereiche, seien sie spirituell, emotional oder das ganz praktische Leben betreffend. Sie sind sehr direkt und gerade für Anfänger ist ihre Klarheit ein großer Vorteil, weshalb sie das typische Anfängerdeck sind.
Das soll ihren Wert aber keinesfalls schmälern, denn was nützt einem das ausgefallendste Kartendeck, wenn es keine klaren Aussagen trifft? Mit den Waitekarten kommt man immer zu einem klaren Schluss, sie spiegeln in geradlinigen Bildern unser Leben wieder und geben damit wertvolle Hinweise, welcher Weg für uns der Beste sein wird.
© Kartenabbildung mit freundlicher Genehmigung
des Königsfurt-Urania Verlages.