Tarot versus Orakelkarten

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Erstaunlicherweise fremdeln beide Systeme bzw. ihre Anhänger oft ein bißchen miteinander. Es gibt Tarotfreunde, die abschätzig auf z.B. Kipper-Ladies herabschauen und umgekehrt gelten die Tarotleute manchen Orakelkartenfans als abgehoben.

Das ist natürlich Unsinn!

Beide Systeme haben ihre Vorzüge und ergänzen sich großartig. So kann man mit dem Tarot z.B. allgemeine Tendenzen, Hinweise für persönliches Handeln und das Energiegeflecht, in dem man sich bewegt, ablesen. Ich verwende die Tarotkarten gerne für die großen Themen und verfeinere diese Aspekte dann mit den herrlich konkreten Aussagen z.B. der Lenormandkarten. Das sind keine Gegensätze, im Gegenteil: beides geht harmonisch Hand in Hand.

Für manche Fragen wären viele Orakelkarten zu kurzsichtig bzw. zu konkret. Ja, auch das gibt es! Gerade wenn man nach Tendenzen fragt oder unsicher ist, was einem fehlt und dem fraglichen Bereich neue Würze geben würde, können sie ein bißchen wie die Axt im Walde daherkommen. Dann sind die großen Zusammenhänge der Tarotkarten gefragt.

Umgekehrt sind die Tarotkarten manchmal zu allgemein, sie beinhalten nun einmal keine Karten, die direkt z.B. dem Thema Chef, Behörde oder Reise zugeordnet wären. Sie sind sehr vielschichtig und an diesem Punkt mausern sich dann die Orakelkarten zum Dreh- und Angelpunkt einer Kartenanalyse und geben wertvolle Hinweise.

Wie auch immer man das ganz persönlich handhabt: beide Möglichkeiten zu Orakeln haben ihren Platz, ihre Fans und vielfältige Anwendungsformen. Es ist also vollkommen überflüssig, beim Kartenlegen irgend eine Form von Kleinkariertheit unter Beweis zu stellen.
 

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© Kartenabbildung mit freundlicher Genehmigung
des
Königsfurt-Urania Verlages.