Drei Gedanken
 

 


 

If you aim to dispense with method, learn method.
If you aim facility, work hard.
If you aim simplicity, master complexity.

So klar und einfach steht es im „Mustard Seed Garden Manual of Painting“ von 1679. Und es läßt sich von der Malerei 1:1 auf die Magie übertragen.

Wenn du die Technik beiseite lassen willst, lerne Technik.

Um sich über bestehende Techniken, Erfahrungswerte und Regeln hinweg zu setzen, muss man sie erst einmal genau kennen lernen. Dann kann man entscheiden, was sinnvoll ist. Ein Beispiel: wer Karten nur rein intuitiv deuten will und auf jedes Lernen verzichtet, wird schnell ins schwimmen kommen, weil die Sicht auf den eigenen Horizont beschränkt ist. Im Lernen von anderen entsteht (im besten Fall) eigene Entwicklung.



Wenn du Mühelosigkeit erreichen willst, arbeite hart.

Es gibt nichts geschenkt. Doch, manchmal gibt es das schon, aber für alles andere müssen wir üben, scheitern, wieder von vorne anfangen, besser werden, weiter üben und dann irgendwann wird es leicht und mühelos. Das kommt nicht von selbst.

In der heutigen Zeit ist üben ein Wort, das aus der Mode gekommen ist: alles soll gleich perfekt sitzen, sofort anwendbar sein, ohne Mühe erlernbar sein und manche sind schon entsetzt, wenn eigenes Denken auf dem spirituellen Weg erforderlich wird. Wer sich mit etwas nicht auseinander setzen möchte, sollte nicht so tun als ob, sondern sich anderen Wegen widmen. Halbherzigkeit führt nicht zum Erfolg.

 

Wenn du Einfachheit erreichen willst, meistere die Vielschichtigkeit.

Das Leben ist komplex. Fast nichts ist das, was es auf den ersten Blick zu sein scheint. Alles hat Facetten, es gibt viele Wahrheiten. Das läßt schonmal den Boden unter den Füßen schwanken. Vertrauen kommt durch die Erfahrung, dass man trotzdem darauf gehen kann. Dann wird es wieder einfach, ohne die Fülle einzubüßen.

 

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