Schamanisches Hellsehen
 

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Um das Schicksal auf schamanischen Wegen zu befragen, braucht es etwas Übung. Je nach Vorgehensweise begibt man sich von Rasseln oder Trommeln (es gibt aber auch Traditionen, die in aller Stille arbeiten) begleitet in einen tranceartigen Zustand, der die Wahrnehmung auf die geistige Ebene richtet.

Das ist dem Kristallsehen nicht ganz unähnlich, auch wenn es zwei verschiedene Herangehensweisen sind. Beim Kristallsehen versenkt man sich über die Kugel in einen tiefen, ruhigen Zustand, der die Feinsinne für Botschaften öffnet. Beim schamanischen Arbeiten wirkt der Rhythmus von Trommel oder Rassel als Hilfsmittel, das einen schnell mit anderen Ebenen in Kontakt bringen kann.

Wer so etwas erlebt hat versteht, warum es von Hexen und Magiern hieß, dass sie fliegen würden. Dieser Flug war nicht wörtlich zu verstehen, sondern ist auf das Tranceerleben bezogen. Schon der berühmte Magier Agrippa von Nettesheim weist in seinem 1510 erschienenen Buch "Magische Werke" entschieden darauf hin, dass man magische Beschreibungen nicht wörtlich, sondern symbolisch verstehen muss - diese Mißverständnisse gibt es also schon recht lange!

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Oft beginnen schamanische Reisen mit einem "Flug" bzw. einem Gefühl, als würde man in unglaublicher Geschwindigkeit vorwärts katapultiert werden. Wobei jeder Praktiker anders "reist" und andere Erlebnisse hat. In vielen Fällen dehnt sich das Zeitempfinden oder es zieht sich zusammen. Zehn Minuten können sich anfühlen wie zwei Stunden, eine 3/4 Stunde kann wirken, als wäre man nur 5 Minuten weg gewesen.

Es lässt sich nie voraussagen, welchen Weg eine schamanische Reise nehmen wird und wie die Ergebnisse einer Befragung der "anderen Welt" aussehen werden - da ist die schamanische Reise genauso offen, wie es die Karten, das Pendel oder der Kaffeesatz sind.

Oft sind die Botschaften ganz direkt und klar: "Tu dies.", "Lasse jenes.", "Nimm dich vor ... in acht." oder z.B. "Er meint es ernst mit euch." . Manchmal  bekommt man Aufgaben gestellt: "Gehe dorthin und mache dieses, dann kommt alles in Bewegung." - das kann man vorher nie wissen.

Die andere Seite hilft uns gerne, aber sie tut es manchmal auf unkonventionellen Wegen. Ein wenig Offenheit und eine Portion ehrlicher Neugier sollte man also auf jeden Fall mitbringen, wenn man auf schamanischen Wegen zu neuen Erkenntnissen kommen möchte.