Traumdeutung

 

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Die Deutung von Träumen findet sich zu allen Zeiten, in allen Kulturen. Denn Träume sind eben doch keine Schäume, jedenfalls nicht alle. Schon immer wurde genau zwischen gewöhnlichen Träumen und besonderen Träumen unterschieden.

Vieles, was wir träumen dient der Verarbeitung des Alltag oder wichtiger Ereignisse in unserem Leben. Nicht immer müssen das schöne Dinge sein, wie die vielen Alpträume erwachsener Menschen zeigen, die sich noch immer in der Schule abspielen.

Besondere Träume, die magischen Träume, unterscheiden sich deutlich davon. Und magisches Träumen war in den alten Zeiten noch eine hohe Kunst! Es gab im antiken Griechenland sogar eigens errichtete Tempel, in denen man sich niederlegte, um bedeutsame Träume zu erhalten, die z.B. Auskünfte über die Heilung einer Krankheit geben sollten.

Dabei sprechen die besonderen Träume zwei Sprachen: sowohl die direkte, als auch die symbolische. Es ist übrigens völlig unerheblich, ob man sich selbst als besonders begabt für so etwas betrachtet: wahre Träume kann jeder haben.

Direkte Träume sind wie ein Film, der genau anzeigt, was passieren wird. Häufiger sind allerdings die symbolischen Träume. Sie sprechen in Bildern, deren Inhalt man nicht immer sofort zuordnen kann.

An dieser Stelle kommt die Traumdeutung ins Spiel. Sie hilft die Botschaften besonderer oder auch immer wiederkehrender Träume zu entschlüsseln.

Dabei sind Bücher oft keine große Hilfe, denn sie deuten die Symbole als allgemeine, nicht als persönliche Symbole. Doch der Träumende träumt ja nicht "allgemein", sondern ganz persönlich auf sich selbst bezogen. Somit können Bücher eine Anregung sein, man sollte aber nicht den Fehler machen, den Inhalt 1:1 übertragen zu wollen.

Das wäre so, als würde man sagen: die Farbe Rot bedeutet für alle Menschen Liebe. Sicher ist das ein Aspekt, aber nicht der einzige, denn diese Farbe kann z.B. auch für Wut, Krieg, Blutvergießen oder auch ganz harmlos für viel Aktivität stehen.

Mit der Zeit entwickeln die meisten, die sich bewusst mit diesem Thema auseinander setzen, ihren eigenen "Sprachschatz", mit dem die Träume Botschaften überbringen. Eine Frau erzählt mir einmal, dass sie ihr eigenes "Frühwarnsystem" - wie sie es nannte, für problematische Situationen hat: 2-4 Tage vorher träumt sie jedes Mal, ihr würden die Haare ausgehen.

Kann man das Wahrträumen trainieren?

Ja und nein. Wenn man verbissen an die Sache heran geht, dann braucht man gar nicht erst damit anzufangen. Wenn man seinem (Unter)Bewusstsein jedoch klar signalisiert, dass man seine Botschaften empfangen möchte und sich daran gewöhnt, morgens seine Träume (oder Bruchstücke davon) zu notieren, dann kann man mit der nötigen Geduld diese Fähigkeit auf jeden Fall wachrufen und/oder verbessern.