Schöner entspannen

Die Urlaubszeit steht vor der Tür und alle freuen sich auf erholsame Tage. Dieses Thema des Monats greift also ein wenig vor, denn nach der Entspannung kommt bekanntlich die Rückkehr zur täglichen Routine.

Daran wollen wir natürlich noch gar nicht denken, aber es kann nicht schaden zu wissen, wie man mit bewährten grünen Helfern das Urlaubsgefühl verlängern und mehr Entspannung in den hektischen Alltag bringen kann.

Wie bei allen Pflanzentipps gilt: Bitte befragt zuvor einen Arzt oder Heilpraktiker, wenn ihr euch nicht sicher seid, ganz besonders im Fall einer Schwangerschaft oder wenn man regelmäßig Medikamente einnimmt.

Kräuter sind auch kein Ersatz für eine (halbwegs) ausgewogene Lebensführung. Sie können Stress-Spitzen abfangen und Veränderungen einleiten helfen. Sie sind jedoch kein Quickfix, um dauerhaft über die eigenen Grenzen zu gehen ( …das gilt natürlich auch für Super-Foods und ähnliche aktuelle Trends).

 

Viele kennen die üblichen Mittel aus der Drogerie, wie Baldrian-Tabletten, Melissengeist oder Beruhigungstees mit Hopfen. Diese Klassiker sind bewährt und daher wollen wir uns an dieser Stelle einmal nicht ganz so bekannten, aber ebenfalls sehr wirkungsvollen Helfern aus Floras Garten widmen.

 

Lindenblüten – Grüße von der Liebesgöttin

Die Linde ist traditionell den Liebesgöttinnen wie Freya, Venus und Aphrodite heilig. Ihre süßen Blüten verströmen einen betörenden Duft, als Tee wirken sie stark beruhigend und entspannend. Sie sind außerdem – die Liebesgöttinnen lassen grüßen – ein wunderbares Mittel, um bei Liebeskummer wieder innerlich auf die Beine zu kommen.

Lindenblüten gehören zu den stärkeren Entspannungshelfern, sie können auch müde machen, was bei Einschlafschwierigkeiten natürlich genau der erwünschte Effekt ist.

 

Lavendel – Reinigung und Klarheit

Wer entspannen möchte, aber keine Müdigkeit gebrauchen kann (also etwas für tagsüber sucht), ist beim Lavendel genau richtig. Egal ob Lavendelblütentee oder auch das ätherische Öl in der Duftlampe: Lavendel wirkt beruhigend, konzentrationsfördernd und zentrierend.

Sein Name kommt vom lateinischen »lavare«, das »waschen« bedeutet und genau so fühlt sich auch die innere Wirkung an. Man fühlt sich gereinigt, erfrischt und wieder in der inneren Mitte. Für geistige Extra-Frische kann man ihn 1:1 mit Minze kombinieren.

Lavendel kann übrigens auch Linderung bei Migräne verschaffen. Er zaubert sie nicht weg, aber er macht sie leichter erträglich und bei Migräne ist jede Hilfe willkommen.

 

Weißdorn – Feenzauber für das Herz

Der Weißdorn ist mittlerweile wieder gut bekannt als Herzpflanze. Er ist traditionell ein Baum der guten Feen und was viele nicht mehr wissen: mit dem Begriff Herzpflanze ist nicht nur das körperliche, sondern auch das seelische Herz gemeint.

Er gehört zu den Pflanzen, die man über längere Zeit einnehmen kann. Der Weißdorn ist nicht ganz so »schnell« wie Lindenblüten oder Lavendel. Er ist mehr eine Pflanze für Situationen, in denen man weiß: Ich muss jetzt eine Weile durchhalten, das geht nicht in ein paar Tagen vorbei.

Wenn es dir möglich ist (das gilt auch für die anderen Pflanzen), dann suche einen Weißdorn in der Natur auf und setze dich zu ihm oder betrachte ihn einfach.

Wir konzentrieren uns heute sehr auf Wirk- und Inhaltsstoffe der Pflanzen, aber es gibt auch noch die geistige Ebene, also die Ausstrahlung und einfach das, was »rüberkommt« beim sanften sich-einfühlen in die Pflanze (wenn man es schwer in Worte fassen kann, hat man es richtig gemacht) – all das hat auch eine Wirkung. Der Mensch kann bekanntlich mehr als nur Brot essen, wie man früher so schön gesagt hat.