Wann benutzt man welches Orakel?

→ Noch kurz in eigener Sache: Wie im letzten Monat angesprochen, haben wir versucht eine technische Mischung aus Blog und Thema des Monats zu finden. Wie das immer so ist mit der lieben Technik, manchmal ist es kompliziert.

Es bleibt also alles, wie es ist und euch erwartet an dieser Stelle wie gewohnt jeden Monat ein neues Thema aus Magie, Kartenlegen und Spiritualität.

 

Diesmal geht es um Orakel. Es gibt so viele verschiedene und da stellt sich schon mal die Frage: Können die alle dasselbe? Gibt es Orakel, die für bestimmte Dinge besser geeignet sind, als andere?

Diese Frage lässt sich mit einem klaren Ja beantworten. Wenn ich zum Beispiel beim Kartenlegen gefragt werde, was allgemein die ideale Berufsrichtung für eine Person ist, empfehle ich meist einen Astrologen zu befragen.

Natürlich kommt man auch mit den Karten an dieses Thema heran. Aber aus meiner Sicht kann man die Berufung eines Menschen – sozusagen der Stern, unter dem er oder sie beruflich steht – mit einem Horoskop besser herausarbeiten.

Jedes Orakel hat seine Vorzüge. Für die gebräuchlichsten Methoden findet ihr an dieser Stelle eine Orientierung. Zu jedem einzelnen Orakel könnte noch so viel mehr gesagt werden. Daher steht hier vor allem der Kern im Vordergrund, zusammen mit dem häufigsten Klischee zu jedem Orakel und dessen Auflösung.

 

Tarot – Vordergründe und Hintergründe

  • Warum ist es so, wie es ist?
  • Hintergründe und Ursachen beleuchten
  • konkrete zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten ausloten
  • Was kann ich tun? Was sollte ich lassen?
  • Was ist überhaupt möglich und wie bringe ich mich am besten ein?

Klischee: Die Tarotkarten können nur schwammig emotionale Entwicklungen wiedergeben.
Wahrheit: Die Tarotkarten können auch »konkret«, es kommt nur auf die Fragestellung an.

 

Lenormand und Skat – die Fakten

  • Fragen nach Situationen und deren grundsätzlicher Entwicklung
  • äußere Abläufe: Was passiert? Wie geht es weiter?
  • Fakten und Umstände herausfinden

Klischee: Das sind reine Wahrsagekarten, die keine Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigen.
Wahrheit: Beide Decks sind tatsächlich eher konkret, doch was man daraus macht, hängt von einem selbst ab.

 

Astrologie – der Stern, unter dem etwas steht

  • grundsätzliche Tendenzen sichtbar machen (sozusagen die Großwetterlage)
  • günstige Zeiträume für wichtige Entwicklungen im Leben abstecken
  • Talente und Chancen erkennen, die einem die Sterne mitgegeben haben

Klischee: Horoskop ist gleich Schicksal.
Wahrheit: Wie man bereits im Mittelalter sagte: Die Sterne machen geneigt, aber sie zwingen nicht.

 

Pendel – Ja oder Nein

  • konkrete Ja oder Nein Fragen
  • ideal für klar umrissene Themen mit nicht zu vielen Möglichkeiten

Klischee: Das ist viel zu einfach, um zu umfassenden Aussagen zu kommen.
Wahrheit: Dafür ist das Pendel auch nicht gemacht. Für klare Ansagen und z.B. zum Finden verlorener Gegenstände ist es dafür unschlagbar.

 

Runen – Energiemuster erkennen

  • die bestimmenden Energien einer Situation erfassen
  • ähnlich der Astrologie erfassen auch die Runen eher die Wetterlage eines Themas
  • klar formulierte Fragen bringen daher die Deutung voran

Klischee: Damit arbeiten Menschen einer bestimmten politischen Gesinnung.
Wahrheit: Die unterschiedlichsten Menschen erkunden das Wissen der hiesigen Ahnen, aber viele reden nicht darüber, weil sie eben nicht in diese Ecke gestellt werden möchten.

 

Kristallkugel – der Blick in die Zwischenwelt

  • ähnelt der schamanischen Reise oder auch der Traumdeutung
  • intuitive und symbolische Aussagen zum erfragten Thema
  • das Energiegeflecht einer Situation oder z.B. zwischen Personen erkennen

Klischee: Das ist doch eher Jahrmarktsbuden-Zauber.
Wahrheit: Im Gegenteil, der Gebrauch der Kristallkugel gehört in die A-Liga des Hellsehens und ist alles andere als einfach zu erlernen.

 

Schamanische Reisen – spirituelles Perlentauchen

  • symbolische und konkrete Informationen einholen
  • weniger für einzelne Fragen, mehr für Entwicklungsschritte als solche
  • absolut individuell, es gibt keine vorgefertigten Deutungen
  • der heilende und ausgleichende Aspekt steht im Vordergrund

Klischee: Dafür muss man spezielle Begabungen / Einweihungen / Meister usw. haben.
Wahrheit: Die Fähigkeit in (leichter) Trance hilfreiches zu sehen und zu erfahren ist dem Menschen angeboren. Die meisten Leute – etwas Übung vorausgesetzt – kommen gut auf diesem Weg voran.