Was mache so denken...
… und wie es wirklich aussieht in der Hexenpraxis! Es ist ganz witzig, wenn man hört, was manche Leute meinen, wie Hexen arbeiten und was da so alles passiert. Einiges davon gehört natürlich eher ins Reich der Fabeln, als in die Realität.
Diese Missverständnisse kläre ich gerne auf. Selbstverständlich kann ich nur für meine eigene Praxis sprechen, andere werden das vielleicht ganz anders handhaben und das ist ihr gutes Recht.

Esoterik interessiert nur eine bestimmte (will heißen: abgehobene) Sorte von Menschen.
Weit gefehlt! Wenn irgend etwas nicht mehr stimmt, dann ist es die Vorstellung vom Esoteriker als eine Art weiß gekleidetem Althippie, der den ganzen Tag wirres Zeug von sich gibt - Ausnahmen bestätigen die Regel.
Das Spirituelle ist ein natürliches Bedürfnis im Menschen. Wenn du in den FAQ einen Blick auf meine Kunden wirfst, wirst du sehen, dass es diese früheren Grenzen im Kopf einfach nicht mehr gibt.
Obwohl es sie früher eigentlich auch nicht gab, das muss dazu gesagt werden. Damals konnte es bloß noch nicht so offen gelebt werden und vieles lief unter der Hand ab. Wie hätte all das spirituelle und magische Wissen unserer Vorfahren seinen Weg in die heutige Zeit finden sollen, wenn es nicht stillschweigend bewahrt worden wäre?
Ich sehe es als ein großes Plus unserer Zeit an, dass sich heutzutage jeder mit esoterischen Themen beschäftigen kann, denn diese Offenheit ist immer auch eine Informationsfreiheit, die es zwielichtigen Gestalten (Sekten, Gurus, selbsternannte Heilige usw.) nicht so leicht macht, Menschen mit angeblichem „Geheimwissen“ in ihre Fänge zu locken.

In Hexenberatungen geht es immer um die Liebe.
Das denken sehr viele Leute und es mag tatsächlich Praktiker geben, die nur in Liebesdingen arbeiten. Im Normalfall kennt eine Hexenberatung aber einige Themen mehr. Sehr oft geht es darum Negatives (z.B. Nachbarschaftsstreitigkeiten, Konflikte in der Arbeit und sonstige zwischenmenschliche Reibereien) aufzulösen und neue, positive Wege einzuschlagen.
Die moderne Arbeitswelt, in der so oft mit knallharten Bandagen gekämpft wird, ist ein großes Thema, doch auch spirituelle Fragen spielen eine wichtige Rolle. Natürlich geht es auch um die Liebe, aber es ist nicht so, dass sie die Hauptrolle spielen würde. Die Themen sind so breit gefächert, wie das Leben selbst.

Menschen, die sich die Karten legen lassen, sind total verzweifelt und/oder haben keine Freunde, mit denen sie reden könnten.
So etwas gibt es natürlich und dann gilt es, behutsam zu beraten und Hilfestellungen anzubieten. Aber es betrifft bei weitem nicht die Mehrzahl der Menschen, die einen Blick in die Karten wagen. Im Normalfall mangelt es keineswegs an Freunden und die Lage wurde bereits ausgiebig mit ihnen besprochen. Ausgenommen natürlich Themen, die eine gewisse Diskretion erfordern, wenn es z.B. um Geliebte geht, dann ist eher ein neutraler Außenstehender gefragt, der das Geheimnis nicht weiter trägt.
Die meisten wollen einfach einen Blick in die Karten werfen, um dadurch zusätzliche Informationen über eine Situation zu gewinnen und diese positiv nutzen zu können. Wenn das Leben unsere Bühne ist, dann können wir mit Hilfe der Karten einen Blick hinter die Kulissen werfen, um die Situation umfassender zu verstehen und entsprechend handeln zu können.
Natürlich kommt das auch immer auf die Art der Beratung an, die man anbietet. Meine vergleichsweise ruhige, schriftliche Arbeitsweise (es ist ein ein großer Unterschied, ob man schnell zum Telefon greift oder sich eine schriftliche Analyse erstellen lässt) zieht natürlich völlig andere Fragesteller an, als eine Hotline, die im großen Stil Millionenumsätze macht.
Wer zu mir kommt, mag es individuell und persönlich. Durch den Umstand, dass schriftliche Analysen etwas mehr Zeit erfordern, lerne ich allerdings auch kaum Ratsuchenden kennen, die so tief im Hamsterrad der „schnellen Runden“ stecken, dass sie ausflippen, wenn nicht irgend jemand in den nächsten fünf Minuten einen Stapel Karten für sie zur Hand nimmt. Ich würde in so einem Fall ohnehin nicht die Karten legen, denn das ist ein klares Suchtverhalten und dafür werden andere Hilfestellungen benötigt.

Eine Hexe macht bestimmt den ganzen Tag Rituale / Zauber usw.
Nein, den ganzen Tag magisch zu arbeiten, das wäre schon vom Energieaufwand her nicht zu schaffen. Da würde man ja irgendwann als ausgezehrtes Skelett durch die Gegend laufen!
Magische Arbeit ist anstrengend, sie will aber auch gut geplant und vorbereitet sein. Das braucht vor allem eines: Zeit! Zumindest wenn man nicht nach „Schema F“ arbeitet, sondern für jeden Ratsuchenden ein eigenes Ritual erstellt, zugeschnitten auf die individuelle Situation.
Ganz abgesehen davon arbeite ich häufiger als Kartenlegerin, betreue die Kurse und schreibe an Büchern. Die Leute, die meinen Stil zu arbeiten mögen, haben ein sehr gesundes Empfinden dafür, wann es magische Hilfe braucht – und wann man sie nicht benötigt, weil man es auch aus eigener Kraft schafft.
Denn das wird manchmal übersehen im großen Esoterikzirkus: Magie ist eine Art ultima ratio. Man setzt sie ein, wenn sich eine Situation so gestaltet, dass man mit normalen Mitteln nicht weiter kommt oder bereits alles probiert hat. Man zaubert nicht wegen Kleinigkeiten, man arbeitet nur, wenn es notwendig ist. Dann aber mit vollem Einsatz!
Wer Magie seriös praktiziert wird also nicht unbegrenzt Aufträge annehmen können und schon gar nicht ohne Rückfragen. Es ist ein sicheres Anzeichen für Scharlatane, wenn zu allem Ja und Amen gesagt wird und selbstverständlich jeder Fall „machbar“ ist. Dann wäre derjenige nämlich der liebe Gott selbst und das darf als ausgeschlossen gelten.

Wer magisch arbeitet kann alles, was es so gibt. Auf magischem Gebiet gibt es – wie auch sonst im Leben – natürliche Begabungen. Die Sinti und Roma kannten früher die Meister des Feuers und andere Meister/innen, die für eine ganz bestimmte Sache begabt waren und in diesem Bereich helfen konnten. Der Meister des Feuers heilte Brandverletzungen, so genannte Magnetiseure konnten auch andere Krankheiten beheben und unter den Frauen gab es ebenfalls zahlreiche Spezialistinnen.
Das ist heute nicht anders. Ich habe zum Beispiel einen guten Draht in Sachen Liebe, beruflicher Erfolg und zum Abwenden negativer Situationen oder Personen. Aber wenn mich jemand um den Kontakt zu Verstorbenen bitten würde, müßte ich passen, weil das nicht mein Metier ist. Genauso wenig lege ich Kipperkarten, gieße Blei oder nutze das I Ging und werde weder Engel channeln, noch Gläser rücken.
Doch wer aus Skat, Lenormand, dem Tarot oder der Kristallkugel etwas wissen möchte, der ist bei mir richtig. Ich schaue auch gerne in die Sterne, vor allem wenn es um magische Zwecke geht, die den passenden Rückenwind „von oben“ benötigen. Die meisten Wahrsager beherrschen mehrere Methoden der Divination, weil jede von ihnen ihre ganz bestimmten Vorzüge hat.
Aber niemand kann alles können und daher heißt es im Zweifelsfall: Schuster bleib bei deinen Leisten! Was im magischen Bereich natürlich genauso beherzigt werden sollte.
