Infos zu den Kursen und zum Kartenlegen

Jeder von uns wird durch die aktuelle Situation auf die ein oder andere Weise beeinflusst, das ist bei meiner Familie und mir nicht anders.

Wie bei den meisten Eltern steht und fällt auch bei uns alles mit der Kinderbetreuung, so dass Einschnitte bei der Arbeitszeit unvermeidlich sind, während der harte Lockdown andauert.

Im Moment ist vieles ungewiss, zumal hier in Sachsen, daher möchte ich euch mit diesem Eintrag informieren wie es aktuell weitergeht.

Meine Winterpause ist wie geplant vom 21.12. bis zum 3.1.

Die Fernkurse gehen danach wie gewohnt weiter.

Beim Kartenlegen erfahrt ihr direkt auf der Seite zu den Analysen, wann es weitergehen wird.

Mit neuen Videos auf YouTube ist zu rechnen, wenn sich die Lage generell ein bißchen entspannt hat (hier findest du meinen Kanal).

Wer noch astrologische Infos zu den Rauhnächten sucht, ist hier richtig in der Astrokolumne.

Die Kartenlegung zum Wochenstart auf Instagram geht weiter. Jeden Sonntag ziehe ich dort Karten für die neue Woche, auch als kleinen Ausgleich für all die Analysen, die ich im Moment nicht annehmen kann (hier findest du meinen Instagram Account).

Danke für euer Verständnis. Bleibt gesund und trotz allem besinnliche Feiertage!


Die Sterne der Rauhnächte

Für manche ist Samhain als Fest der Ahnen der Wendepunkt des Jahresrads, das spirituelle Neujahrsfest. Für viele liegt diese Zeit aber in den Rauhnächten. Manche betrachten die Wintersonnenwende als diesen Zeitpunkt, andere das traditionelle Silvesterfest.

Für mich persönlich ist Samhain so etwas wie die »erste Auflockerung« der Zeit. Die Schleier zwischen den Welten werden dünner. In der Adventszeit bleibt diese »durchlässige Zeit« bestehen und blüht zur Wintersonnenwende und in den Rauhnächten noch einmal richtig auf, bevor sich die Türen langsam wieder schließen und wir gewissermaßen in »Normalzeit« weiterleben.

Im astrologischen Ausblick schauen wir diesmal auf die exakten Aspekte von Planeten, die in dieser Zeit wirksam werden.

Zu Samhain hatten wir vor allem Mondaspekte, das war ein relativ kurzer Zeitraum. Die bleiben aufgrund des größeren Zeitraums diesmal außen vor, sonst würden wir den Wald vor Bäumen nicht mehr sehen.

Wir wollen das Wesentliche unter die Lupe nehmen und daher stehen diesmal die gewichtigen Aspekte im Vordergrund, von denen uns das alltägliche Mond-Gewimmel sonst leicht ablenken könnte (oh je, ich fürchte jetzt wird eine Entschuldigung an den guten Mond fällig…., am 30.12. wird er natürlich ausführlich als Vollmond mit all seinen Aspekten gewürdigt).

21. Dezember – Wintersonnenwende

Abends tritt Jupiter in Konjuktion zu Saturn. Die beiden ließen sich in der letzten Zeit schön am Himmel beobachten, wie sie immer ein Stückchen näher zueinander rücken.

Heute trifft sich der weise König mit dem alten Greis. Was die beiden miteinander aushecken?

Jupiter ist spirituell, er steht für Wachstum und das große Glück im Leben. Saturn ist mehr wie Mr. Scrooge in Charles Dickens Weihnachtsgeschichte. Er steht für Verzicht, Kargheit, aber auch für das Essenzielle. Hier treffen zwei grundsätzliche Gegensätze aufeinander: Wachstum versus Kahlschlag (Saturn wird traditionell mit einer Sense dargestellt).

Die beiden befinden sich im Steinbock und hier hat Saturn Heimvorteil, er gibt also den Ton an. Die Eröffnung der Rauhnächte beginnt mit der Frage: Was ist für mich spirituell essenziell? Wohin will ich wachsen – und was muss ich dafür loslassen? Ein guter Zeitpunkt, um spirituell zu reinigen und auszumisten. Was auf meinem Weg ist abgestanden, schal geworden? Was kann weg?

Heute ist – nicht nur auf den spirituellen Weg bezogen – ein guter Tag, um loszulassen, damit die wirklich wichtigen Dinge Raum haben, um zu gedeihen.

23. Dezember

Am Nachmittag treffen Mars und Pluto im spannungsreichen Quadrat aufeinander. Das ist so ähnlich wie Darth Vaders ewiger (innerer) Kampf mit dem Imperator, um ein Bild aus »Star Wars« zu verwenden (die alten Mythen begegnen uns in vielen Variationen).

Mars ist der feurige Krieger, Pluto wird in der Astrologie oft als höhere Oktave von Mars bezeichnet. Das Wort »Imperator« passt gut zu ihm.

Wenn wir es positiv ausdrücken wollen ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um sich mit Machtkonflikten zu beschäftigen. Sehr viel wahrscheinlicher ist aber, dass wir selbst irgendwie damit zu tun haben. Man kann zu Kurzschlussreaktionen neigen, diese Konstellation wird oft als »alles oder nichts«-Aspekt bezeichnet.

Man sieht nicht mehr links noch rechts, man hat Scheuklappen auf und was man will, das will man mit voller Kraft, ohne Rücksicht auf Verluste.

Was macht man mit so einem Tag? Grundsätzlich akzeptiert man es erst einmal und dann kann man a) bewusst etwas sanftes und entspannendes tun (Meditation, Fantasiereisen, Entspannungsübungen…) oder sich b) in den Strom dieser Energie stellen und ihr nachspüren. Was habe ich damit zu tun? Wo sind meine Schwachpunkte in dieser Hinsicht?

Mache das, was sich für dich besser anfühlt. In dieser schwierigen Zeit hast du jedes Recht den sanften Weg zu bevorzugen. Folge deinem Gefühl – dann ist die Macht mir dir.

25. Dezember

Nach diesem rüden Aspekt entsteht nun eine bestärkende Energie, die weit vorausdenkt. Merkur trifft am Morgen im Trigon auf Uranus (und die Sonne macht dasselbe am 28., was einen wunderbaren Energiebogen spannt).

Merkur ist Kommunikation, Wissen, Lernen, Denken. Uranus ist ungewöhnlich, exzentrisch, visionär. Veränderungen sind das Ziel. Heute kannst du Lösungen finden und Dinge neu denken. Diese Zeit ist ideal für Orakel, zum spinnen von Plänen, um groß zu denken.

Uschi Obermaier, die berühmte Hippie-Ikone, hat das dazu passende Lebensmotto: Aim high (ziele hoch). Ziele immer ein bißchen höher, als du eigentlich landen willst, das Leben stutzt dich ohnehin noch ein Stück zurück.

Dieser Tag ist ideal für langfristige Pläne und um mit Orakeln oder vor dem inneren Auge das große Bild zusammen zu setzen, neue Blickwinkel zu erkunden und Frische in die eigenen Gedanken und Vorstellungen zu bringen.

28. Dezember

Wie gerade angesprochen tritt heute die Sonne ins Trigon zum Uranus, am frühen Morgen. Die Sonne wird auch als das Ich in der Astrologie bezeichnet, heute geht es um inneres Wachstum, um persönliche Freiheit und gerne auch um ungewöhnliche Wege, die man beschreitet.

Ich sage manchmal scherzhaft: Normal kann jeder! Heute ist definitiv ein Tag für dieses Motto. Mach etwas ungewöhnliches, verrücktes, überraschendes. Egal ob groß oder klein, genieße den Tag und lass fünfe gerade sein.

30. Dezember

Am frühen Mittag tritt Venus ins Quadrat zu Neptun. Das ist semi-optimal, um es freundlich zu sagen. Venus ist Liebe, Kultur und Kunst, Feinsinn, Romantik und alles, was das Leben richtig lebenswert macht.

Eigentlich ist sie gut kompatibel mit der träumerischen Energie des Neptun. Immerhin ist Venus die »Meerschaumgeborene«, warum sollte sie sich mit dem Meeresgott nicht verstehen?

… doch es ist ein Quadrat. Und so, wie gute Freunde manchmal aneinander geraten, passiert dasselbe hin und wieder auch am Himmel. Wenn zwei eher sanft-verträumte Wesen in Reibereien verwickelt sind, gilt der Satz: „Es ist kompliziert…“.

Illusionen sind das große Thema, man macht sich etwas vor in Sachen Liebe, Romantik und eventuell auch bei den Finanzen.

Wo ist Saturn, wenn man ihn mal braucht? Seine Energie sollte heute ganz lebenspraktisch der Leitfaden sein: Hinterfragen, ruhig bleiben, nicht alles für bare Münze nehmen. … und bitte keine Liebeszauber, die Venus ist wirklich angeschlagen.

Wir haben heute ja auch noch Vollmond und da wird natürlich gerne gezaubert. Der Mond steht in den Zwillingen (siderisch berechnet) und damit für die Themen Kommunikation, Lernen, Aus- und Weiterbildung (auch privat, z.B. in Form von Kursen für die eigenen Interessen) und generell den schnellen, gewitzen Geist in uns, der das Leben nicht allzu schwer nimmt und immer eine Lösung findet.

Der Mond macht heute eine Reihe von Aspekten, die ihn einfärben. Zuerst ein Sextil zu Uranus, dann eine Opposition zu Merkur, ein Trigon zu Neptun und eine Opposition zu Pluto.

Damit dieser Artikel nicht ausufert eine die Kurzfassung der Energien: ungewöhnliche Ideen sind Trumpf, erlaube dir zu träumen, schau dem Schatten in die Augen – und lerne aus alledem.

Die Zwillinge sind die Freude am Lernen und sie sind – nunja – Zwillinge, sie sind zwei. Es fällt ihnen leicht Dinge aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten. Nutze diese Energie und du gehst mit inspirierenden neuen Ideen aus diesem Tag heraus, trotz Venus´ und Neptuns kleiner Eskapaden.

1. Januar

Heute wandert Merkur mittags ins Sextil zu Neptun. Das ist eine schöne Auflösung für die Energien des Vollmonds. Was zu diesem Zeitpunkt vielleicht noch unklar war, findet jetzt ein gutes Ende. Heute ist der ideale Tag um Pläne für das Jahr zu schmieden. Diskutiere mit anderen darüber, tauscht euch aus.

Auch kreative Arbeit ist begünstigt, zeichne ein Mandala für das neue Jahr, klebe eine Collage, male ein Bild, arbeite mit Textilien… Was auch immer dich inspiriert, heute fließen Ideen und Impulse für das neue Jahr besonders leicht durch dich hindurch und lassen sich sichtbar machen.

Es ist auch ein großartiger Tag für Orakel (das ist der 1. Januar ohnehin, aber diesmal mit extra kosmischem Rückenwind). Auch schamanische Reisen und intuitive Arbeit in jeder Form sind heute sehr begünstigt. Ein wirklich spiritueller Start in das neue Jahr!

5. Januar

Zum Ende der Rauhnächte hin bringt sich Pluto noch einmal ins Spiel und das ist irgendwie passend als Abschluss dieser Zeit. Zumal er diesmal für seine Verhältnisse sehr versöhnlich agiert. Er trifft sich mit Merkur auf einen Plausch (Konjunktion).

Der »Fürst der Finsternis« und der flinke Götterbote bei einem Espresso? Wenn du dabei ein zwiegespaltenes Gefühl empfindest, liegst du goldrichtig. Das kann in beide Richtungen losgehen. Nutzen wir diesen Tag also weise.

Heute kann man besonders gut über schwierige Dinge reden. Pluto bringt viel Tiefgang rein (sogar er hat Schokoladenseiten). Merkur bringt die Bereitschaft und die Fähigkeit, diese Dinge auszudrücken ins Spiel.

Man muss nur aufpassen, dass es nicht kippt, denn dann schlägt Merkur-Pluto verbal um sich, das gilt es unbedingt zu vermeiden. Aber das kann man vermeiden, indem man sich diese Tendenz bewusst macht und die klare Intention setzt: Ich nutze diese Energie, um mit Tiefgang über Dinge zu reden.

… reden kann sich in diesem Fall natürlich auch auf »die da oben« beziehen, also Orakel, Meditationen und alle anderen Wege, um mit der spirituellen Ebene in Austausch zu gehen.

Etwas weniger esoterisch ausgedrückt: Heute ist ein guter Tag für tiefgehende Fragen, für alle Dinge, die dich im Kern beschäftigen.

Das waren die wichtigsten Konstellationen für diese Rauhnächte. Wie so oft im Leben ist es süßsauer, manches leuchtet hell, manches fordert uns auf die spannungsreichen Unterströmungen im Leben zu beleuchten.

Ich wünsche euch zauberhafte, magische Rauchnächte und von Herzen alles Gute für das kommende Jahr!

An dieser Stelle möchte ich mich auch bei euch bedanken. Für eure Neugier, eure Fragen und euer Feedback. So viele Blickwinkel aufs Leben, so viele tolle Leute.

In diesem Jahr mußte ich oft um Geduld bitten. Sei es, dass ich an Schreibprojekten saß oder durch die aktuelle Situation mit meinem Mann mit der Kinderbetreuung ins schwimmen kam. Euer Verständnis und dieses warme Wir-Gefühl, das immer wieder zum Ausdruck kam, haben mich sehr bestärkt.

Ganz ehrlich, gerade in dieser schwierigen Zeit habe ich das Gefühl, dass wir menschlicher werden. Es ist bedeutend leichter auf Spannungen zu schauen, als auf all die Menschen, die, so gut es eben geht, das Beste aus der Situation machen.

Ich wünsche uns allen viel Kraft für das kommende Jahr. Wir werden sie brauchen und ich werde mit meiner Arbeit hier, auf YouTube und auf Instagram meinen Teil für den ein oder anderen Lichtblick beitragen.

Wenn wir in rauer See segeln müssen, dann wenigstens mit einer guten Tasse Tee und einer Kerze, die uns Licht spendet, in der Kajüte.

Der nächste Artikel erscheint am 14. Februar, einem Tag, der neben der Liebe auch mit der Fruchtbarkeit verbunden ist – und genau darum wird es gehen.

Mich haben gleich mehrere LeserInnen-Fragen zu astrologischen Gerüchten und Theorien in Sachen Wunschkind erreicht. Wie bereits gesagt, soll es hier nicht nur um allgemeine Dinge gehen, wir können auch gerne mal Teilgebiete anschauen.


Zum vormerken: Weihnachtspause

In diesem Jahr geht meine Weihnachtspause vom 21.12. bis zum 3.1. In dieser Zeit bin ich nicht erreichbar, ab dem 4.1. bin ich wieder wie gewohnt zurück. Ab dann sind auch wieder Anfragen zum Kartenlegen möglich.

Wer vor der Pause mit einem Kurs starten möchte, schreibt mir am besten bis zur Woche vom 7. bis 11.12., dann klappt das auf jeden Fall noch vor der Pause.

Kurzfristiger ist es auch möglich. Das ist kein fester Stichtag, sondern nur der Zeitrahmen, in dem es garantiert noch vor der Pause losgehen kann.



Beispiel-Legung mit dem „Ätherische Visionen Tarot“

Auf vielfachen Wunsch habe ich ein Praxis-Video mit dem „Ätherische Visionen Tarot“ gemacht.

Sind diese Karten nur optische Schönheiten oder bewähren sie sich auch bei den praktischen Fragen des Lebens?

Im Video analysieren wir die fiktive Frage einer Frau: Soll ich einen Herzens-Nebenjob neben meinem eigentlichen Brotberuf machen?

Viel Freude damit:


Karteninspirationen zum Wochenstart

Wie viele von euch wissen kann ich durch die aktuelle Situation nur begrenzt Analysen mit den Karten machen und bin bis auf weiteres ausgebucht.

Auch bei uns bricht, wie bei den meisten Eltern, mit jedem Husten die Kinderbetreuung weg und welche Herausforderungen dieser Herbst/Winter sonst noch mit sich bringen wird, werden wir sehen.

Man sagt inmitten der Schwierigkeiten liegen die Möglichkeiten und ich versuche in diesem Spirit an die Situation heranzugehen. Wenn ich schon nicht für Einzelne in dem Umfang Karten legen kann, wie ich gerne möchte, warum nicht etwas für alle machen?

Gesagt, getan und somit gibt es ab jetzt auf Instagram zum Wochenbeginn ein Video mit Karten-Inspirationen für die kommende Woche. Ihr findet es unter @hexeclaire auf Instagram bzw. unter diesem Link.


Die Zeit um Samhain

Wer sich eine Weile mit den subtilen Unterströmungen des Lebens befasst, wird festgestellt haben, dass manchmal bereits Samhain den Ton für das kommende Jahr setzt.

Jeder macht seine Erfahrungen und es ist wichtig dem Gespür zu vertrauen. Für manche sind die Rauhnächte dieser magische Zeitraum, manche fühlen es in einem Jahr so, im anderen so. Jeder von uns sitzt an einer anderen Stelle im großen kosmischen Geflecht, kein Leben verläuft identisch. Deshalb ist es sehr sinnvoll auf die Stimme der Intuition und des Instinkts zu vertrauen.

Da in beiden Zeiträumen die Tore zwischen den Welten geöffnet sind, werde ich beide aus astrologischer Sicht beleuchten. Der Artikel zu den Rauhnächte folgt Ende November. Du lernst die kosmischen »Farben« dieser Zeiträume kennen und kannst deine spirituellen und magischen Aktivitäten darauf abstimmen.

Jahreskreisfeste verlaufen wie Wellen, die Energie nimmt zu, erreicht einen Höhepunkt und verebbt dann langsam wieder. Daher nehmen wir an dieser Stelle nicht nur den 31.Oktober selbst unter die Lupe, sondern auch die zwei Tage davor und danach.

Noch eine kurze astrologische Vorbemerkung, bevor wir durchstarten. Aus den vorhergehenden Artikeln kennt ihr bereits größere Zeiträume, in denen Verbindungen zwischen Planeten wirksam sein können. Für Samhain nehmen wir einen relativ kurzen Zeitraum unter die Lupe. Daher interessieren uns besonders jene Aspekte, die in dieser Zeit exakt sind, also maximale Wirkung entfalten.

Naturgemäß haben wir es so mit vielen Mondaspekten zu tun. Als flotter Flitzer hat er die meisten Verbindungen zu den anderen Planeten. Das passt auch sehr gut zu Samhain, der Mond steht in der Astrologie u.a. für die Familie, da sind Ahnenthemen nicht mehr weit.

Die Ahnen kann man neben dem Mond auch dem Saturn zurechnen – passenderweise spannen beide einen Entwicklungsbogen mit Spannungen am 30. Oktober bis zur Auflösung dieser Herausforderungen am 2. November. Dazu ein (blauer) Vollmond direkt an Samhain und manches mehr… Es wird in diesem Jahr ein ausgesprochen kraftvolles Fest.

29. Oktober

Abends verbindet sich der gefühlvolle Mond mit dem Powerplaneten Mars. Da ist mitunter Spannung drin, es kommt darauf an, wofür wir sie nutzen. Negativ ausgelebt gibt man Kraft in familiäre Konflikte, ohne an einer Lösung zu arbeiten. Positiv genutzt kann man (endlich) die Kraft finden Emotionen auszudrücken und dadurch den Weg für Lösungen freimachen.

Der ideale Tag für eine rituelle Eröffnung des Samhain-Zeitraums. Mars gibt die nötige Kraft (ok, möglicherweise öffnet er wie ein Rammbock die Tür – wobei das ganz passend ist für alles, was noch kommt). Der Mond sorgt für die Gefühle. Mit einer klaren Intention kann man heute gut in die Zeit »zwischen den Schleiern« starten.

30. Oktober

Heute ist ein angespannter Tag. Wie das immer so ist: Neutral betrachtet ist Spannung eine Form von Kraft. Es braucht nur das nötige Geschick, sie in die richtigen Wege zu leiten, dann können spannungsreiche Aspekte Entwicklungen wie im Zeitraffer vorantreiben, die bei friedlichen Aspekten sanft vor sich hin dümpeln würden.

Nutze diesen Tag, wenn du tiefgreifend mit schwierigen Familien- und Ahnenthemen arbeiten willst. Es geht ans Eingemachte, man sollte also die nötigen Kraftreserven mitbringen. Wenn sie gerade nicht gegeben sind oder deine Samhain-Bedürfnisse in diesem Jahr eine sanftere Natur haben, lies den Abschnitt zum 1. November, dieser Tag dürfte dir dann mehr entgegenkommen.

Morgens verbindet sich der Mond mit dem düsteren Pluto im spannungsreichen Quadrat. Es geht um Machtthemen in der Familie, die sich oft in einer langen Linie bis zu den Ahnen durchziehen. Fragen der Kontrolle und der Vorherrschaft stehen im Raum. Bei Pluto sollte man auch an die unsichtbaren Dinge denken, die zwischen den Zeilen stattfinden. Dieser Aspekt kann am 1. November erste Früchte tragen, wenn man diese Themen bearbeitet.

Am Nachmittag heißt es doppelt einfühlsam sein. Saturn, der strenge, knorrige Prüfer, geht ins Quadrat zum Mond. Er klopft ab, wo es Probleme aufgrund starrer Strukturen gibt, wo man in gefühlter oder tatsächlicher Enge lebt und was man dagegen unternehmen kann. Wo brauche ich mehr »Luft«?, ist die Frage, die im Raum steht.

Stelle deine Fragen jetzt, die Auflösung kommt möglicherweise bereits bis zum 2. November, wenn der Mond ins Trigon zu Saturn weiter gewandert ist und einem das sprichwörtliche Licht aufgeht.

Merkur und Mond gehen am selben Nachmittag in die Opposition. Dieser Aspekt bewirkt oft, dass man zwischen den Planeten hin und her switcht. Schnelle Lösungen mit dem (eher oberflächlichen) Merkur? Innere Gefühlsarbeit (eher langsam) mit dem intuitiven Mond? Möglicherweise reißt es dich heute hin und her und entlädt sich in (inneren) Diskussionen oder unachtsamer Kommunikation.

In russischen Zaubermärchen gibt es einen Spruch, den ich persönlich auf solche Situationen anwende: Sorge dich heute nicht mehr, der Morgen ist klüger als der Abend. Das lässt sich hier problemlos schon auf den Nachmittag übertragen. Diskutiere nicht mit dir selbst oder anderen, mach einfach etwas Schönes zu Entspannung und lass die Wolken vorüberziehen.

31. Oktober

Heute ist Samhain und was für eins!

Nachmittags geht die Sonne in Opposition zum Mond – landläufig ist das unter der Bezeichnung Vollmond bekannt. ;) Aber nicht nur das, es ist auch noch ein blauer Mond, so nennt man den zweiten Vollmond, der im selben Monat liegt, was selten ist und eine besondere spirituelle Kraft hat.

Der Vollmond steht im kraftvollen Widder (siderisch berechnet, also das tatsächliche Tierkreiszeichen). Wie oben erwähnt ist er unser kosmischer Rammbock, der auch fest verschlossene Türen öffnen kann. Entsprechend steht die Sonne als gegenüberliegende Kraft in der Waage und gibt eine harmonische, feinsinnige und ausgewogene Energie dazu. Das ist mal eine Opposition, die gut funktioniert. Der Widder ist Marskraft pur, die sanfte Waage wird von der Venus regiert, das kosmische Liebespaar schaut sich direkt in die Augen.

Bevor jetzt alle die roten Kerzen rausholen, um an Liebeszaubern zu arbeiten: Das war leider noch nicht alles, bitte erst den nächsten Abschnitt lesen und dann entscheiden, ob ihr heute wirklich an Liebeszaubern arbeiten wollt. Sie hätten Kraft, so viel ist gewiss und die Ahnen helfen uns ohnehin gerne bei diesem Thema, aber da betritt noch jemand mit einem großen »Bäm!« die Bühne…

… na klar, es ist Revoluzzer Uranus! Er hat eine Konjunktion zum Mond, die beiden stehen also direkt zusammen – und damit in Opposition zur Sonne. Da staunt die sanfte Waage-Sonne nicht schlecht, ihr kraftstrotzender Widder-Mond schiebt mit diesem schrägen Gesellen ab und träumt von Revolution und Umbrüchen, mindestens aber einer exzentrischen Party mit ungewöhnlichen (wenn auch fortschrittlichen) Attraktionen.

Wie kriegen wir das eingefangen? Ganz einfach: Gar nicht. Samhain ist ohnehin ein Kraftpaket von einem Feiertag, aber in diesem Jahr zündet es den Turbo. Wie wenn sie bei »The Fast and the Furious« das Lachgas zuschalten – jetzt mal so für die männlichen Leser.

Arbeite heute magisch, wenn du starke Umbrüche und Durchbrüche erreichen willst. Dieser Tag hat alles, was es dafür brauchst. Das ist kein kosmischer Rückenwind, das ist ein Orkan. Alles, wofür du mit dem Kopf durch die Wand musst, bekommt heute den richtigen Impuls.

Wenn dir das zu heftig ist, atme durch, mache einfach schöne Zeremonien für die Ahnen und feiere morgen den Hauptteil deines Samhains.

1. November

Am 29. Oktober hatten wir über eine kraftvolle Eröffnung dieser Zeit geredet, der 30. Oktober war ein Tag der Spannungen, Samhain selbst ist ein Feuerwerk aus Energie und wilder Kraft. Möglicherweise wünschst du dir für dein Samhain eher eine mystische Zeit der Einkehr und der tiefen Erkenntnisse. Dann ist heute dein Tag.

Am Mittag tritt der Mond in ein freundliches Sextil zum feinfühligen Neptun. Jetzt ist eine wunderbare Zeit für Orakel, Weissagungen und intuitive Künste aller Art. Du kannst dich auch einfach treiben lassen, verzaubernde Momente genießen und vor dich hin träumen. Schamanische Trancearbeit ist jetzt besonders begünstigt, genau wie direkte Ahnenkontakte.

Sanft und zauberhaft ist diese Zeit. Versuche sie dir frei zu halten, selbst ein einfacher Spaziergang kann jetzt zu tiefen inneren Erkenntnissen führen.

Nachmittags tritt der Mond ins »warme« Trigon zu Jupiter. Großzügigkeit ist das Thema, Werte, Wünsche, das Gefühl fei atmen zu können und die Weite des Lebens zu spüren. Wenn du Wünsche an deine Ahnen richten möchtest und um Unterstützung für deine Ziele bitten möchtest, ist das ein wunderbarer Zeitpunkt.

Erinnert ihr euch noch an den 30. Oktober, Pluto im spannungsreichen Quadrat zum Mond? Heute können die Lösungen dafür sichtbar werden. Der Mond zieht abends ins sanfte, aber starke Trigon zu Pluto. Spannungen können gelockert werden, tiefe Einsichten in Familien-Muster werden möglich. Wer die Wurzeln kennt, kann an den Lösungen arbeiten. Diese Konstellation verleiht viel Kraft und Belastbarkeit – mehr als angenehm nach dem dynamischen (oder sollte ich sagen Dynamit?) Vollmond gestern.

Später am Abend findet sich ausnahmsweise kein Mond-Aspekt, dann treffen Merkur und Saturn im Quadrat zusammen. Der flotte Merkur hat tausend schöne Ideen, doch Saturn pocht mit seinen mageren Knöcheln auf den Tisch und sagt: Prüfe das zuerst, mein Junge!

Das kann frustrieren, ist aber eigentlich eine gute Sache. Merkur ist flott, der schießt auch mal über´s Ziel hinaus. Die beiden werden sicher keine Freunde, aber das Ergebnis ihrer mürrischen »Zusammenarbeit« kann sich sehen lassen: geprüfte Informationen und solide Ideen. Eine gute Zeit für Orakel, wenn man bereit ist den Tatsachen ins Auge zu sehen.

2. November

So langsam gleiten wir aus dem Samhain-Energiestrom heraus, die Nebel lichten sich, die Türen schließen sich wieder. Passend dazu hat dieser Tag nur einen exakten Aspekt, der Mond verbindet sich am frühen Morgen mit Saturn zum harmonischen Trigon.

Das ist ein würdiger Abschluss für diese teils herausfordernde, teils turbulente, aber auch sehr mystische Zeit.

In dieser Konstellation arbeiten Mond und Saturn zusammen, sie bringen eine neu gewonnene Stabilität und solide Verhältnisse mit sich. Vieles wurde geklärt, neu sortiert (Saturn mit seiner großen Liebe zur Ordnung…, er kann wirklich zufrieden sein). Die Dinge finden an ihren Platz oder man kennt zumindest die Ziele, die man ansteuern möchte.

Was zu Samhain spirituell und magisch bearbeitet wurde, kann nun in den Alltag gleiten und unter den wachsamen Augen des Planeten-Großväterchens klug ins praktische Leben integriert werden.

Ich wünsche euch allen ein wunderbares Samhain!

Der nächste Artikel erscheint am 27. November und befasst sich mit der astrologischen Energie der kommenden Rauhnächte.


Jupiter bis Jahresende

Abbildung oben: Detail des Jupiter Tempels in Baalbek im heutigen Libanon

Die Astrologie lehrt uns – wie jede ausgewogene Naturphilosophie – dass hell und dunkel, Glück und Unglück, Spannung und Gelassenheit Hand in Hand gehen.

Diesmal nehmen wir die Aspekte des Jupiter für das restliche Jahr unter die Lupe. Auch hier wird es Licht und Schatten geben, weil das Leben genau so ist. Es ist nichts verkehrt daran, man hat nichts falsch gemacht oder den falschen Motivationsratgeber gelesen.

In der heutigen Zeit mit ihren unrealistischen Perfektionsansprüchen, die so viele Menschen unglücklich machen, kann man das nicht oft genug betonen. In der Natur ist alles ein bißchen schief und krumm, nichts ist perfekt, aber das Leben geht weiter. Es genügt wenn die Dinge ausreichend gut sind. Wir selbst sind auch ein Teil der Natur und Glück kommt ganz von selbst, wenn wir das wieder erkennen.

Jupiter ist in der Astrologie das große Glück, er steht für Wachstum und Entfaltung, bringt aber auch Spiritualität und Werte ins Spiel. Wo er sich befindet kann man groß denken, Dinge verwirklichen und seinen höheren Zielen entgegen wachsen.

… und weil es so normal ist, dass Licht und Schatten zum Leben gehören und die unterschiedlichsten Dinge zueinander in Beziehung treten, wird es bis zum Jahreswechsel sicher nicht langweilig.

Die große grundlegende Veränderung des Jupiters betrifft seinen »Farbwechsel« im November. Am 20.11. wechselt er vom Schützen in den Steinbock. Das kann man sich so vorstellen, als würde seine Bühne in einem neuen Licht beleuchtet werden, die grundlegende Stimmung ändert sich.

Beim Schützen geht es um Weite, um neue (spirituelle) Horizonte und inneres wie äußeres Wachstum. Anregungen von weit her sind willkommen.

Wenn Jupiter ein König wäre, hätte er bis jetzt ein reiches Bankett mit Köstlichkeiten aus aller Welt gehabt. Doch nun kommt das disziplinierte Steinböckchen um die Ecke und fordert Verwantwortungsbewusstsein ein. Muss das denn alles sein? Können wir uns nicht bitte aufs Wesentliche konzentrieren? Das Thema Nachhaltigkeit tritt in den Vordergrund.

Alle, die jetzt instinktiv einen Saturn-Einfluss wittern, liegen richtig: in der klassischen Astrologie wird der Steinbock vom Saturn regiert. Es geht um Klarheit, Nüchternheit, Struktur, Ordnung und das Wesentliche.

In Verbindung mit dem Jupiter eine wunderbare Sache: er schießt nicht über das Ziel hinaus, sondern bringt all seine Üppigkeit in Form. Wir werden verantwortungsbewusster, teilen uns unsere Kräfte ein und können dadurch ab Mitte November leichter greifbare Ergebnisse erreichen.

Schauen wir uns einmal den September an, dann hat der Jupiter ein Sextil zum verträumten Neptun (bis Mitte November). In dieser Zeit sind tiefe spirituelle Erfahrungen begünstigt. Es fließt einem einfach zu und man tut gut daran, sich darauf einzulassen.

Das bezieht sich aber nur auf die spirituelle Ebene – auf der praktischen Ebene hinterfragt man besser einmal mehr, als einmal zu wenig. Man ist manchmal einfach zu gutgläubig, weil es einen selbst gerade so schön trägt, da traut man den anderen nichts schlechtes zu. Also besser ein wenig vorsichtig sein, damit diese fließend-offene Energie nicht ausgenutzt wird.

Die Konjunktion zu Pluto (noch bis Mitte Dezember) lässt an die Themen (abgründige) Macht und Wachstum denken. Global sicher keine leichte Zeit, da auch Gewalt zu dieser Konstellation gehören kann. Aber hier ist nicht nur der abgründige Pluto im Spiel, sondern auch der spirituelle Jupiter. Wer auf die innere Stimme hört, wird in so einer Zeit zuerst schwächer erscheinen – und zum Schluss doch den Sieg davontragen.

Die Jupiter-Monats-Stimmung: Spirituell wachsen, auf die innere Stimme hören und damit zum Sieger werden.

Im Oktober sehen wir Jupiter bis zur Mitte des Monats in einem Quadrat zur Sonne. Die beiden verstehen sich eigentlich wunderbar, sie wärmt und strahlt, er lässst die Dinge gedeihen – aber es ist eben ein Quadrat. Die Sonne ist auch das Ich in der Astrologie, jetzt sollte man sich nicht überfordern, kein strahlendes Selbstbild aufpolieren wollen, das einem dann wieder auf die Füße fällt, weil es gar nicht das wirkliche Ich ist.

Wie im Mars-Artikel beschrieben sind auch Mars und Jupiter von Anfang Oktober bis Anfang November in einem Quadrat verkeilt. Das bedeutet auch: Weniger Aufgaben annehmen, sich nicht überfordern. Mars drängt und Jupiter expandiert – das kann einem leicht über den Kopf wachsen. Wer bewusst gegensteuert entgeht dieser Falle.

Mitte bis Ende des Monats hellt Venus im Trigon zum Jupiter die Stimmung auf: Das ist unverhofftes Glück in der Liebe, aber auch in finanziellen Angelegenheiten.

Ab Ende Oktober (bis Februar ´21) tritt Jupiter in eine Konjunktion zu Saturn. Das ist in der klassischen Astrologie eine typischen Reichtums-Kombination, allerdings nach dem Motto: Erfolg durch Arbeit und geordnetes Handeln. Wer gut organisiert ist kann in dieser Zeit Großes erreichen.

Die Jupiter-Monats-Stimmung: Sich nicht pushen, nicht der große Macher, die große Macherin sein wollen. Besser die Liebe und die guten Dinge des Lebens genießen, ehrlich für seine Ziele arbeiten und das »ich muss noch besser werden«-Ego in die gedankliche Mottenkiste verbannen.

Im November hat der Jupiter vom 2. bis 7. ein Quadrat zum Merkur. Alles, was in Sachen Kommunikation (Briefe, Gespräche, Messenger, soziale Netzwerke…) wirklich wichtig ist, sollte verschoben werden, wenn möglich. Egal ob Bewerbung oder Aussprache, wer in diesen Tagen die Füße still hält kommt besser voran.

Vom 9. bis 22. November versöhnen sich die Sonne und der Jupiter wieder im Sextil, nach dem angespannten Quadrat. Think big! Mache jetzt alles, was du schon immer mal machen wolltest, was dich anregt, dir gut tut und die Lebensfreude weckt. Jetzt kommen die richtigen Eingebungen, wie man glücklicher werden kann.

Vom 12. bis 21. November grätscht die Venus mit einem Quadrat dazwischen, in der Liebe kann es angespannt werden. Durchatmen, nicht alles überbewerten und sich lieber auf das gleichzeitige Sonnen-Sextil konzentrieren. Die Sterne machen nur geneigt, sie zwingen zu nichts. Mit ein bißchen gutem Willen kann man diese kratzigen Schwingungen ausgleichen.

(Noch dran gedacht? Ab dem 20. befindet sich Jupiter im Steinbock – strukturiert und aufgeräumt geht´s weiter.)

Vom 25.11. bis 2.12. macht Merkur dann alles wieder gut, was er Anfang des Monats verbockt hat. Als flotter Flitzer ist er bereits ins Sextil zum Jupiter gesaust. Alles rund um Kommunikation, Lernen, wichtige Gespräche und Informationen, die man benötigt, ist jetzt begünstigt.

Die Jupiter-Monats-Stimmung: Ich fördere bewusst die guten Dinge, dann klappt der Rest auch noch. Anfangs des Monats keine wichtigen Gespräche – am Ende des Monats umso mehr.

Nach all den Aufregungen wird es im Dezember dann besinnlich. Die meisten Planeten haben gerade anderes zu tun, als Jupiter zu ärgern (oder zu erfreuen).

Venus versöhnt sich nach dem stacheligen Quadrat im November wieder mit Jupiter und sie lachen sich freundlich im Sextil zu, vom 10. bis 19.12. Falls es damals zu Spannungen kam, kann man jetzt wieder strahlen. Generell ist diese Zeit in Sachen Liebe und Finanzen ausgesprochen positiv. Nutze den Rückenwind und beginne jetzt mit neuen Plänen in diesen Bereichen.

Wollen wir es zum Jahresausklang nicht einfach dabei belassen? Nicht ganz, denn da kommt Uranus, der Revoluzzer und Visionär ins Bild. Ab dem 29.12. bis Mitte Februar ´21 wird sein Quadrat zum Jupiter spürbar.

Mit dieser Konstellation können wir kollektiv und individuell dazu neigen in unseren Reformbestrebungen über´s Ziel hinaus zu schießen. Fortschritt und Veränderungen können uns über den Kopf wachsen. Die Sehnsucht nach dem kuscheligen Heim wächst entsprechend – und sollte auch gelebt werden. Früher hat man von längeren Reisen abgeraten bei dieser Konstellation. Home sweet home ist das ausgleichende Motto für diese Zeit, weil es sonst manchmal einfach zu viel ist.

Die Jupiter-Monats-Stimmung: Sanft, verliebt, erfolgreich – lassen wir es so stehen, Uranus soll uns erst im nächsten Jahr ärgern.

Die speziellen Glückstage – Mond Konjunktion Jupiter

Als schnellster Wanderer unter den Planeten ist der Mond ständig in unterschiedlichen Positionen mit dem Jupiter verbunden.

Der Mond ist im alten Denken die kleine Sonne, er war die alltägliche Astrologie der Leute. Wenn er sich mit Jupiter auf ein Schwätzchen trifft, gibt uns das einen Energie-Schub für den ganz normalen Alltag, besonders im Beruf, im spirituellen Wachstum und allgemein für unser Lebensglück.

Diese Tage sind: 25.9., 23.10., 19.11. und der 17.12. Trage diese Daten auf jeden Fall in deinen Kalender ein und lege Angelegenheiten darauf, die dir am Herzen liegen – oder genieße einfach den guten Vibe.

Der nächste Artikel erscheint am 12.10. Dann schauen wir uns die astrologischen Einflüsse rund um das Fest der Ahnen Samhain /Halloween an.

Welche Kräfte am Himmel sind wirksam in dieser Zeit der weit geöffneten spirituellen Türen? Welche Themen haben kosmischen Rückenwind, was sollten wir vermeiden?

Samhain als keltisches Neujahrsfest setzt manchmal bereits den Ton für das kommende Jahr. Diese besondere Zeit bewusst zu nutzen kann große Veränderungen bewirken – ganz ähnlich wie bei den Rauhnächten, zu denen wir im Dezember noch kommen werden.

P.S. Ich habe bereits spannende Fragen von Leserinnen und Lesern bekommen, zu Themen wie Fruchtbarkeitsberechnungen nach dem Mond und einigem mehr. Vielen Dank für euren anregenden Input!

Diese Kolumne soll vielschichtig all die großen, aber eben auch die kleinen Dinge im (astrologischen) Leben beleuchten. Daher werden wir nicht nur große Überblicke machen, sondern auch auf Detailfragen schauen in den kommenden Monaten.


Mars und die Bad Boys

Seit Anfang August baut sich am Himmel eine gewisse Spannung auf. Mars tritt ins Quadrat zum tiefgreifenden Pluto, kurz darauf gesellt sich der spröde Saturn dazu.

Der großzügige Jupiter versucht auszuhelfen, doch auch das in einer gewissen Spannung. Ein bißchen wie der freundliche Onkel, der das Taschengeld aufstockt, aber für das begehrte Fahrrad reicht es trotzdem nicht.

Moment mal: Haben diese Planeten nicht gerade erst die Venus im Schwitzkasten gehabt? Richtig, nachdem Venus eher trotzig durch die Opposition zu den Spielverderbern Saturn und Pluto gegangen ist, ist nun Mars an der Reihe mit dem Quadrat.

Die kosmische Frau (Venus) und der kosmische Mann (Mars) haben gerade viel zu lernen – wir spiegeln das möglicherweise in unserer Beziehungen wider.

Kurz zum Ablauf der Dinge

  • das Quadrat zu Saturn geht bis Ende August – und durch Rückläufigkeit noch einmal von Mitte September bis Mitte Oktober
  • das Quadrat zum Pluto geht bis Ende Oktober – auch dieser Spaß geht durch Rückläufigkeit von Anfang Dezember bis Anfang Januar von vorne los
  • das Quadrat zum Jupiter wird (wieder) durch die Rückläufigkeit im gesamten Oktober spürbar

Das sind die groben Daten, den Einfluss muss man sich wie eine Welle vorstellen: sie kommt an, erreicht ihren Höhepunkt, ist aber auch im Abebben noch fühlbar.

Über den Daumen gepeilt kann man sagen, dass von Ende August bis Anfang Januar immer wieder bestimmte Lern-Erfahrungen auf uns zukommen.

Diese sehen kompakt gesagt so aus

  • Kraft trifft angespannt auf Hindernisse und Struktur (in die sie sich einpassen muss) – Mars versus Saturn
  • Kraft trifft angespannt auf Abgründiges, Transformation und Krise, aber auch Wiedergeburt – Mars versus Pluto
  • Kraft trifft auf Expansion, Spiritualität und Weisheit – wenn auch angespannt – mit dem Jupiter

Mars ist ungestüm, er lässt sich nicht gerne sagen, was er zu tun hat. Noch ist er stark, er steht im Widder und hat Heimvorteil.

Doch ab dem 3. Oktober wandert er rückläufig ins Zeichen Fische – der Gladiator verläuft sich in die kosmische Hippie-Höhle. Man muss es sich nur bildlich vorstellen, das ist eine eigenwillige Mischung von Energien und keine besonders starke.

Bis zum 23. Dezember dreht er seine Runde in den Fischen, währenddessen setzen ihn der spöde »Buchhalter« Saturn mit seinen ewigen Detailfragen und dessen abgründiger Sohn Pluto mit seiner leicht obsessiven Art unter Druck.

Der gute »Onkel« Jupiter guckt auch vorbei, schaut dabei aber eher gehetzt drein (Quadrat-Aspekt).

Was bedeutet das in der Praxis?

Das ist keine einfache Mischung. Grundsätzlich ist es so, dass Quadrate Spannungen bedeuten. Diese Spannungen können uns antreiben, wir wollen es allen zeigen und holen dadurch das Beste aus uns heraus.

Sie können uns aber auch den letzten Nerv rauben und hier ist speziell die Mischung der Planeten wichtig. Keiner der drei Streithähne ist von Natur aus kompromissbereit. Saturn – so knorrig er ist – hat noch am ehesten die Fähigkeit einen kühlen Kopf und die Übersicht zu behalten. Jetzt schlägt die Stunde der Peniblen und Strukturierten.

Ein wenig Erleichterung kommt durch Jupiter. Da ist zwar auch Spannung drin, aber er zeigt einem auf, wo man in diesem ganzen Chaos wachsen kann. Hat das alles etwas Gutes? In der Jupiter-Phase (der gesamte Oktober) des Prozesses findet man es.

Es ist wahrscheinlich, dass wir uns in dieser Zeit oft unter Druck gesetzt oder in die Ecke gedrängt fühlen. Unsere Stärke und Kraft verschwimmt ohnehin schon in den Fischen, aber obendrauf rauben uns auch noch pedantische Erbsenzähler (Saturn) und Durchgeknallte oder machthungrige Menschen (Pluto) die Nerven.

Da gilt im Großen, wie im Kleinen. Dass z.B. die Wahl und der dazugehörige Wahlkampf in den USA just in diese Zeit fallen, lässt aufhorchen, auch sonst wird es auf der politischen Bühne nicht besonders ruhig zugehen.

Ganz privat kann einen das Gefühl überkommen: Wozu strenge ich mich eigentlich so an? Sieht das überhaupt jemand? Geht´s auch mal ohne Hindernisse? Was machen all diese Verrückten in meinem Leben? Wieso schon wieder all diese Fleißaufgaben, war ich damit nicht endlich mal durch?

(Ich überzeichne das jetzt ein bißchen – damit ihr ein grundsätzliches Gefühl dafür bekommt.)

Und was machen wir jetzt damit?

Mars als persönliche Triebfeder ist angegriffen. Manches mag hilfreich sein, so streng Saturn auch ist, er kann ihm helfen sich innerlich zu sortieren und besser auszurichten.

Manchmal legt Mars einfach los und hat nicht richtig nachgedacht. Der berühmte Eifer des Gefechts und hinterher stellt man fest, dass man seine Kraft verpulvert hat.

Auch Pluto hat ein paar Schokoladenseiten (doch, wirklich, man ist ihm normalerweise aber erst später dafür dankbar). Er kann helfen zu erkennen, was einen wirklich antreibt – plutotypisch schonungslos. Ist es die Sucht gebraucht zu werden? Der Wunsch nach Bewunderung? Die ewige Hoffnung auf Bestätigung? Will man imponieren? Übertrumpfen?

Wofür setzte ich meine Kraft ein, meinen Enthusiasmus, meine Energie? Das ist die Kernfrage dieser Zeit.

Wenn es kosmisch so hoch hergeht, ist es gut auf die Bremse zu treten. Plane jetzt nach Möglichkeit keine großen Projekte oder gehe sie so energieeffizient wie möglich an.

Zieh dich ein wenig raus aus allem, mindestens aus dem direkten Auge des Sturms. Suche jetzt keine Konflikte, spare deine Kräfte und nimm genau unter die Lupe, wie du sie dir für gewöhnlich einteilst.

Wer diese Zeit gut nutzt, ist im Januar neu aufgestellt und kann seine Energie sehr viel klarer und effizienter ins Leben einbringen als zuvor.

Der nächste Artikel erscheint am 18.9.

Jupiter kann den guten Mars nur teilweise in dieser schwierigen Zeit unterstützen, aber Mars ist nicht der einzige Planet weit und breit.

Schauen wir uns den Glücksplaneten einmal näher an. Mit welchen anderen Planeten hat Jupiter in diesem Jahr noch zu tun und auf welche Weise? Wie färbt ihn der Wechsel vom Schützen in den Steinbock ein? Wo gibt es Chancen auf Glück und Wachstum?

Wir haben jetzt erst einmal genug Spannungen, höchste Zeit herauszufinden wo das Gute ruft.


Venus schaut in dunkle Spiegel…

In der Zeit vom 20. August bis zum 7. September geht die Venus durch eine intensive Phase des Lernens und des inneren Wachstums.

Venus, das ist die Liebe, die Harmonie und der Wunsch nach Schönheit in einem umfassenden Sinne.

Nun sieht sie sich Auge in Auge mit Jupiter (immerhin, er verspricht emotionales Wachstum), dem düsteren Großmogul Pluto, seinem spröden Väterchen Saturn und am 29. August guckt auch noch der Mond vorbei, um ein paar zusätzliche Emotionen ins Feuer zu gießen.

Sagen wir es, wie es ist: das kann großartig vor die Wand fahren, es kann aber auch der Anfang großer und dauerhaften Veränderungen sein. Wir haben es selbst in der Hand. Bequem wird es nicht, aber gut genutzt können wir in dieser Phase wie im Zeitraffer durch Entwicklungen gehen, die uns normalerweise deutlich mehr Zeit gekostet hätten.

Venus und Jupiter, das ist Freude an Schönem, da wachsen einem die Dinge zu. Die beiden verstehen sich gut, wie eine Muse und ein großzügiger, aber auch tief spiritueller Mäzen.

Er im weitsichtigen Schützen, sie in den kommunikativen Zwillingen, das ist wirklich eine anregende Verbindung. Nicht nur in der Liebe, auch Kreative, Künstler und alle, die in schönen und verschönernden Berufen arbeiten, bekommen in dieser Phase wertvolle Impulse.

Bei Venus und Pluto bekommt das Bild dann erste Risse. Scham ist ein großes Thema, Pluto holt zusammen mit der Venus die Dinge ans Licht, die wir in Sachen Liebe unter den Teppich kehren möchten.

Das Gefühl nicht zu genügen, schwach zu sein – vielleicht kompensiert damit, dass man sich umso mehr anstrengt, obsessiv wird, sich in Dinge reinsteigert.

Emotionale Altlasten können jetzt besonders drückend sein, manchmal ist das auch ganz praktisch ein Zeitpunkt, zu dem On/Off-Beziehungen wieder aufflammen, Verdrängtes steigt an die Oberfläche.

Wie kann man so eine Verbindung gut für sich nutzen? Wenn das Bild Risse bekommt, können diese Risse auch dafür sorgen, dass endlich Luft an die Sache kommt, dass man aus dem engen Korsett ausbricht, das man sich selbst gestrickt hat und endlich wieder atmen kann.

Diese innere Prüfung ist nur mit Einfühlungsvermögen zu bestehen. Für sich selbst – aber auch für andere. Wir gehen gerade alle zusammen durch diese Aspekte.

Saturn wird von vielen ebenfalls als dunkler Planet wahrgenommen, aber auf eine andere Art. Pluto hat dieses dunkle Feuer in sich. Saturn ist einfach nur spröde. Mit seiner Buchhalter-Mentalität klopft er alles ab: Ist das wirklich nötig? Ist das sinnvoll? Könnte man das nicht anders strukturieren?

Allesamt Fragen, die Venus nicht gerne stellt. Sie will leben, lieben, Spaß haben und dann kommt da dieser alte Greis und will ihr etwas von Regeln und Ordnung erzählen. Das Ganze beruht natürlich auf Gegenseitigkeit. Saturn kräuselt ebenfalls die Stirn beim Anblick von Venus, die es aus seiner Sicht „nicht auf die Reihe kriegt“, weil sie eher in Gefühlen, als in rationalen Gedanken von Struktur und Ordnung lebt.

Trotzdem kann es gelingen: Setzen sich die beiden an einen Tisch, wie ein erfahrener Großvater, der seiner lebenslustigen Enkelin guten Lebensrat gibt, kann diese Konstellation dazu führen, dass man sein Liebesleben aufräumt.

Was nicht mehr passt wird auch nicht mehr passend gemacht, sondern losgelassen. Die Liebende schaut durch die Augen des weisen Alten, erkennt was wirklich los ist – und handelt entsprechend.

… und dann ist da auch noch der Mond, der am 29.8. dazu kommt und Gefühl in die Sache bringt (… als wäre noch nicht genug davon da). Trotzdem kann sein sanfter Impuls diesen ganzen Prozess wunderbar bereichern.

Der Mond lässt dich durchatmen, innehalten. Mond und Venus, die beiden kennen sich, wie zwei Freundinnen. Mag der Mond auch mütterlicher sein und die Venus eher süß und sinnlich, für sie ist es wie eine Atempause in der Auseinandersetzung mit den »alten Herren«, die ihr etwas über das Leben beibringen wollen, dabei aber nicht unbedingt den richtigen Ton für eine Liebesplanetin treffen.

Das Fazit für diese Zeit? Gehe sanft, aber entschlossen hinein. Wage den Blick unter den Teppich, was wurde darunter gekehrt? Lüfte durch, dein Liebesleben, aber auch bei den Themen Lebensfreude und Inspiration.

Magisch kannst du die Venus jetzt mit Dingen stärken, die sie zu schätzen weiß: Mach es dir schön, es darf ruhig ein bißchen kitschig sein. Jetzt ist die richtige Zeit für Schaumbäder, Aromatherapie und einen Strauß Blumen auf dem Tisch.

Bleibe trotzdem auf der Linie der aktuellen Energien, umgehe die »alten Herren« nicht. Sie mögen anstrengend und fordernd sein, doch so mancher knorrige Großvater gibt klugen Lebenrat.

Der nächste Artikel erscheint am 28.8.

Dann schauen wir uns an was Mars und zwei starke bad boys bis Januar ´21 am Himmel treiben. Zum Glück gesellt sich ein Wohltäter dazu, doch unser »Gladiator« Mars geht umgehend in der kosmischen Hippie-Höhle verloren (er wandert rückläufig ins Zeichen Fische).

Wie kommt er dort zurecht, während er von den »schweren Jungs« ins Visier genommen wird? Und wie können wir etwas Gutes daraus machen? Fragen über Fragen, langweilig wird es jedenfalls nicht…