Der kommende Urlaub

Es hat noch Zeit, aber zum vormerken wollte ich bereits jetzt erwähnen, dass mein Sommerurlaub diesmal von Himmelfahrt bis zur Sommersonnenwende geht. Oder etwas weniger blumig ausgedrückt: vom 26. Mai bis einschließlich 21. Juni.

Wer vorher Kurse bestellen oder anfangen möchte, den würde ich bitten das bis Mitte Mai zu tun. Dann ist genügend Zeit, falls es vorher noch Fragen gibt oder man etwas abklären möchte.

Es klappt auch danach noch, aber es wäre gut, wenn nicht alle gleichzeitig auf den letzten Drücker kommen. 😉


Magisches im Web zeigen

Das Internet und besonders die sozialen Netzwerke leben von dem, was wir herzuzeigen haben. Wir füllen sie bienenfleißig mit dem, was uns wichtig ist, was wir darstellen wollen, was wir gesehen wissen möchten.

Für viele spirituelle und magische Praktiker beinhaltet das auch Fotos oder Videos von Zeremonien, Ritualen, Meditationen, Kartenlegungen und manchem mehr.

Das ist etwas, das mich immer überrascht hat. In anderen Kulturen (und auch bei uns) war und ist es üblich, magische Dinge zumindest in großen Teilen verborgen zu halten. Das geht bis in die klassische Magie hinein mit dem altbekannten Spruch: Wissen, wagen, wollen, schweigen. In der Volksmagie ging es ohnehin oft geheimniskrämerisch zu, aus gutem Grund, dazu kommen wir gleich noch.

Wir sind manchmal schnell dabei, so etwas als altmodisch und rückständig zu betrachten, aber nicht alles, was alt ist, ist veraltet. Die Menschen damals haben zuerst über die Energie(n) als solche nachgedacht, über ihre Ziele und die beteiligten Kräfte. Sie hatten auch nicht das Bedürfnis, alles herzuzeigen, um Bestätigung zu bekommen. Sie wußten auch so… Das war (und ist) eine Sache zwischen den guten Geistern und den magischen PraktikerInnen, da gibt es nicht wirklich Bedarf für Zuschauer.

Warum also die Geheimniskrämerei? Es ist ein einfaches magisches Gesetz: Jeder, der von einem Zauber weiß, kann sich gedanklich in ihn einklinken. Das muss nichtmal in böser Absicht passieren, es reicht schon das ständige Berührtwerden des Zaubers durch die Gedanken anderer, damit es ihn aus der ursprünglichen Umlaufbahn trägt.

Manche legen das sehr streng aus, sie würden – wie in alten Zeiten und in traditionellen Kulturen bis heute – niemals einen Zauber öffentlich teilen und ihn in den meisten Fällen noch nicht einmal fotografieren (auch das Fotografieren als solches trägt Energie heraus, lässt das Ritual nicht mehr „ungeteilt“; auf einmal ist es an mehreren Stellen – das alte magische Gesetz: auch das Abbild trägt die Energie dessen, was es zeigt, sonst gäbe es keine Bildniszauber).

Manche sehen es pragmatisch und zeigen nur Bilder von Dingen, die schon länger her sind. Natürlich teilt nicht jeder diese Ansicht. Zeit ist im magischen Kontext relativ, in gewisser Weise ist alles jetzt und damit auch für andere erreichbar, wenn es gezeigt wird.

All das sind Themen, über die es nachzudenken lohnt. Ich werde im Weiße Magie Kurs manchmal gefragt, wie ich das sehe und ihr kennt mich: ich bin nicht dogmatisch, ich schaue was ist.

Was in diesem Fall bedeutet: magische Gegenstände, Rituale, Zeremonien, kleine Zauberarbeiten usw. haben ihren eigenen Geist, ihren Spirit – wie auch immer man das nennen möchte. Anders gesagt sind wir nicht die Einzigen, die diese Frage betrifft. Oft genug vergessen spirituelle Praktiker (ausgerechnet…, aber leider wahr) ihr Gegenüber, die geistige Welt.

Das bedeutet in der Praxis: wenn man das Bedürfnis hat etwas zu teilen, befragt man den magischen Gegenstand, das Ritual (bzw. dessen Schutzgeist) usw., ob sie fotografiert werden dürfen und ob sie gezeigt werden möchten. … und hört auf die Antwort! Die gute Energie (sozusagen der gute Geist einer Sache) kann flüchten, wenn sie sich nicht wohlfühlt. Die Spirits haben ihren eigenen Kopf. Wer Höflichkeit und Respekt vergisst, steht schnell im Regen.

Ich würde also mindestens um Erlaubnis fragen und auf keinen Fall einfach Dinge fotografieren und ins Netz stellen, so dass ihr guter Geist verstimmt wird oder andere sich gedanklich dranhängen, mit ungewissem Ausgang.

Das ist keine dogmatische Sache. Manchmal werden Rituale (z.B. für Frieden) sogar darum bitten, gezeigt zu werden, damit sich ihre Energie heilsam vervielfältigen kann durch jeden, der sie sieht. Es gibt aus meiner Sicht keinen pauschalen Weg, jede Situation ist anders und mit ein bißchen Fingerspitzengefühl findet man schnell heraus, was angemessen ist.


The Light and Shadow Tarot

Oh, bloggen war dann doch so langsam. 😉 Fotos verschieben, Texte schreiben und anordnen… Wie bekomme ich nur die Fotos etwas kleiner? Daran muss ich noch feilen, vielleicht wird´s beim nächsten Mal besser.

Ich nehme amüsiert wahr, wie ich wieder in Normalzeit rutsche. YouTube und Instagram, das geht zack, zack vom Handy aus und jetzt an den Tasten diese ungewohnte Umständlichkeit. Gut so!

Aber darum soll es heute nicht gehen, auf Instagram hatte ich gestern das „The Light and Shadow Tarot“ erwähnt und weil dort alles so schnell vorbeifliegt, wollte ich es hier in Ruhe vorstellen.

Es war ein Zufallsfund, manchmal schicken mich die guten Geister durch´s Netz und lassen mich so lange von einer Seite zur nächsten klicken, bis ich finde, was gefunden werden soll.

Der Künstler Michael Goepferd

Das Deck wurde 1997 veröffentlicht, im Jahr nach dem Tod Künstlers: Michael Goepferd, der gerade einmal 35 Jahre alt geworden ist. Es ist in den USA erschienen, der Wahlheimat des gebürtigen Coburgers.

Die Bilder haben mich sehr berührt und das, obwohl ich eigentlich kein Fan von Schwarz-Weiß-Decks bin. Heutzutage kommen so viele Decks heraus, oft digital gemacht und perfekt produziert, aber manchmal fehlt der „Soul“ darin. Die Bilder des Light and Shadow Tarots sind Holzschnitte. Viel Zeit, Energie und ganz reale Handarbeit ist in sie hineingeflossen und das spürt man.

Ein paar Bilder der großen Arkana

Die Bilder haben mich zuerst an westafrikanische Kunst denken lassen, manches ist indisch inspiriert, anderes eben typisch Tarot. Vieles spricht einfach so zu einem, da ist viel Energie zwischen den Zeilen.

Es ist wie bei so vielem: die einen werden es mögen, die anderen nicht. Trotzdem finde ich, dass dieses Deck bekannter sein sollte, gemessen an seinem künstlerischen und spirituellen Wert.

Die Karten sind trotz allem klassisches Tarot, in Anlehnung an das Harris-Crowley Deck sind die Ritter hier als Prinzen und die Pagen als Prinzessinnen zu finden, so dass die Hofkarten eine ausgewogene Gewichtung haben.

Bilder aus den kleinen Arkana

Ich will gar nicht viel reden, die Bilder sprechen für sich. Da hat jemand Seele und Können in die Karten gesteckt und das ist etwas, das sehr berührend ist.

Kunstdrucke von ihm sind übrigens auch heute noch erhältlich. Wen das näher interessiert, der findet sie bei Season Two Arts.


Etwas tun

In den Kursen und auch sonst erreicht mich in letzter Zeit oft die Frage: Was können wir jetzt tun?

Zuerst einmal haben diese Dinge eine Größenordnung, die Einzelne nicht lösen können. Niemand kann – oder sollte – denken, er müsste die Welt retten. Das sage ich bewusst dazu, weil ich im Workshop-Bereich schon Aussagen wie „Hexen retten die Welt!“ gesehen habe. Das grenzt an Größenwahn oder zumindest ein ausgewachsenes Helfersyndrom und beides hilft niemandem, es ist ein blasser Egotrip, angesichts des ganz realen Leids.

Aber kann man so gar nichts tun? Doch, nur realistisch. Alles Gute summiert sich, auch ein Ozean besteht letztendlich aus vielen Tropfen. Die ganze Welt ist vereint, die Kirchen beten, buddhistische Zentren geben Mantren aus, die gegen den Krieg rezitiert werden sollen, aber auch ganz normale Menschen zünden abends bei sich zu Hause eine Kerze an und wünschen Frieden. Das sollte man nie unterschätzen, da kommt viel Kraft zusammen.

Viele benutzen weiße Kerzen, manche stellen sie direkt in Richtung Ost/Südost auf, damit sie (von uns aus) in Richtung Ukraine weisen. Ich habe gehört, dass manche buddhistischen Lehrer ebenfalls empfehlen sich in Richtung Ukraine zu wenden, um Mantren zu rezitieren.

Arbeite mit den Wesenheiten, die du kennst und die für das Thema Frieden geeignet sind. Wer noch keine Verbindungen hat, kann sich ans Universum als solches wenden oder an starke und universelle Kräfte, wie Isis, Kuan Yin oder zum Beispiel auch Ganesha als Überwinder aller Hindernisse.

Wer Inspirationen zu passenden Göttinnen sucht, kann auf der wunderbaren Homepage von Artedea unter dem Stichwort „Frieden“ schauen.

Auch der umgekehrte Weg ist denkbar, wer einen Draht zu Mars & Co. hat, kann sich auf diese Art einbringen. Dann ist der Fokus eher „den Krieg beenden“ als „Frieden rufen“. Jede Gottheit hat ihre Kinder und wer eine natürliche Verbindung dazu hat (z.B. Interesse an Kampfkunst, ein Beruf im Bereich Schutz und Ordnung), für den kann es so stimmiger sein. In diesem Fall wären rote Kerzen gut geeignet.

Bei den hilfreichen Pflanzen und beim Räucherwerk ist die persönliche Verbindung entscheidend. Das bedeutet: Nimm die Sachen, zu denen du einen guten Draht hast und schaue erst dann in schlaue Listen.

Für Frieden und das Licht der Hoffnung sind Johanniskraut und alle kühlenden Düfte gut geeignet (wie z.B. Minze, Kampfer, Melisse, Elemi). Aber wenn eine bestimmte Sorte Räucherstäbchen oder zum Beispiel Weihrauchharz dein geliebter Standard sind: nimm sie. Es geht nicht um ausgefallene Extras, es geht um authentische Verbindungen.

Bitte deine geistigen Helfer auch darum, dir zu helfen. Bilder und Texte über den Krieg können tief gehen, viele schlafen schlecht, bei alten Leuten kommen die Kriegstraumata aus ihrer Jugend wieder hoch.

Es braucht auch Mitgefühl mit sich selbst. Niemandem ist geholfen, wenn wir als Schatten unserer selbst durch die Gegend laufen. Mache Nachrichten-Pausen, wenn du sie brauchst. Viele feinfühlige Menschen profitieren davon, Nachrichten generell nur zu lesen und nicht in bewegten Bildern zu sehen – wir „sehen“ auch so schon genug hinter den Worten.

Im Zusammenhang mit der Corona-Krise hatte ich ein Video zu ätherischen Ölen und Aromatherapie in schwierigen Zeiten gemacht, das vielleicht auch jetzt hilfreich sein kann.

Das sind ein paar erste Anregungen, es kann viele Wege auf vielen Ebenen gehen.


Ran an die Tasten

Ich habe schon eine Weile überlegt wieder zu bloggen. Auf YouTube mache ich die Vollmondkarten sehr gerne und es wird auch wieder mehr kommen, im Moment ist noch nicht die Zeit dafür.

Instagram macht Spaß für kleine Notizen im Alltag, aber wo kann man einen Gedanken über die 5 Sekunden Aufmerksamkeits-Spanne hinaus ausbreiten? Richtig: in einem Blog!

Es geht also wieder los, mit großen und kleinen Gedanken, mit Buchtipps und allem, was sonst noch dazugehört. Ich freue mich drauf!


Die neuen Vollmondkarten sind online

Das Video habe ich für euch natürlich auch hier auf der Webseite. Ich habe die guten, alten Smith-Waite Karten verwendet. Das Thema der kommenden Zeit ist mit gleich drei Münzen-Karten das Element Erde in seinen unterschiedlichen Facetten.



Vollmond-Karten auf YouTube

Bei den beliebten Wochenkarten-Videos gibt es in diesem Jahr eine Veränderung, sie erscheinen ab dem 18. Januar (Vollmond im Löwen) zu den Vollmonden.

Am 9. Januar kommen sie letztmalig zur gewohnten Zeit am Sonntag und ab dann jeweils zum Vollmond.

In der Ruhe der Rauhnächte habe ich gemerkt, dass ich wieder verstärkt in die Tiefe gehen will. Ich weiß, dass die Wochenkarten für viele eine schöne Sache sind, deshalb lasse ich das Thema auch nicht auslaufen. Aber jede Woche ist im Moment zu häufig.

Ich bin kein Social-Media-Wesen. Wie letztens auf Instagram erwähnt, geht es mir nicht darum ständig präsent zu sein oder irgendetwas zu verkaufen.

Wenn man auf dem spirituellen Weg ist, gibt es Phasen, in denen man in der Arbeit nach außen geht und Phasen, in denen die guten Geister zur Innenschau rufen und die „Außendarstellung“ etwas ruhiger wird. Oder humorvoll gesagt: ich bin keine Hexen-Darstellerin, ich mache das wirklich. 😉

In der nächsten Zeit haben die YouTube-Legungen also einen weiteren zeitlichen Rahmen.


Vorsicht, Fakes!

Im englischsprachigen Raum ist es schon länger ein Problem in der Magie- und Tarot-Community: Identitätsdiebstahl.

Bekannte Autorinnen und Autoren haben zum Beispiel oft das Problem, dass auf Instagram Fake Accounts mit ihren Fotos und ähnlichen Namen eingerichtet werden. Die Betrüger schreiben anschließend Follower der wirklichen Accounts an und bieten ihnen zum Beispiel Kartenlegungen an. Manche Leute gehen darauf ein, bezahlen viel Geld und hören nie wieder etwas von den Betrügern.

Bei uns ist das noch nicht so bekannt, aber gerade hat mich ein englischer Leser darauf hingewiesen, dass er einen Etsy-Shop mit meinem Foto im Profilbild entdeckt hat (siehe Foto oben).

Da dieses Thema bei uns noch nicht so bekannt ist, wollte ich an dieser Stelle dafür sensibilisieren, denn das gilt nicht nur für mich, sondern für alle BeraterInnen. Es ist wichtig, dass wir aufeinander achtgeben, damit sich solche Leute nicht breitmachen können.

Ihr findet mich an genau drei Stellen:

Auf YouTube: youtube.com/user/hexeclairechannel
Auf Instagram: instagram.com/hexeclaire
… und hier auf der Homepage.

Alles andere kommt nicht von mir.

Wenn ihr so etwas entdeckt, bitte meldet es bei der jeweiligen Plattform und schreibt mir eine Mail.


Der Hexenkalender 2022

An dieser Stelle noch einmal mein Hexenkalender für das kommende Jahr mit allen Details vorgestellt. Die Kalender sind wie eine kleine Buchreihe, in jedem Jahr beleuchten wir ein anderes Thema, so dass man sie auch sammeln kann.

Für 2022 nehmen wir uns die Vollmonde vor und dann geht es Jahr für Jahr durch ein spezielles Themengebiet im Hexentum: