Die Sterne 2018

Auch in diesem Jahr werfen wir wieder einen Blick in die Sterne: Wann sind besonders günstige Zeitpunkte? Welche Grund-Energie umgibt uns? Wir leben in flexiblen Zeiten, der Boden scheint schwankend – oder bekommen wir durch die neuen Medien einfach nur mit, was zuvor ungesagt und ungesehen blieb? Haben wir uns früher nicht nur in falscher Sicherheit gewiegt, als man die Öffentlichkeit noch leichter außen vor lassen konnte?

Auch in diesem Jahr hilft es einen kühlen Kopf zu bewahren, nicht auf jede Nachricht anzuspringen, nicht jedem Hype zu folgen und sich Auszeiten vom lauten Treiben da draußen zu gönnen.

Die Macht der kleinen Dinge ist nicht zu unterschätzen. Persönliche Konsumentscheidungen bewirken oft mehr als große Skandale, deren Aufregung schnell wieder vergessen ist. In unserer Gesellschaft des »immer mehr« geht es ums loslassen, ausatmen und entspannen.

Was liegt mir am Herzen? Wofür stehe ich? Was kann ich tun, damit in 200 Jahren auch noch Menschen hier leben können? Wie kann ich eine gute Ahnin, ein guter Ahne werden für die, die nach mir kommen? Sollen nachfolgende Generationen zornig die Faust ballen, wenn sie daran denken, wie wir sehenden Auges ihre Lebensgrundlage dem schönen Schein des Konsums geopfert haben?

Natürlich nicht. Wir wissen, dass wir Verantwortung tragen und immer mehr Menschen nehmen sie an. In kleinen und großen Schritten, mit neuen Ideen, Veränderungen im Verhalten und dem guten Gefühl, sich selbst auch etwas Gutes zu tun dabei. Weniger bedeutet ja auch weniger Hektik, weniger Dinge, um die man sich kümmern muss, weniger Unordnung, weniger Ausgaben, weniger Stress und mehr Zeit für das Wesentliche. Das ist genau das, wonach sich alle sehnen und es ist machbar. Einen Schritt nach dem anderen. Wir können viel bewegen, packen wir es an!

 

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Die Liebe

Liebesplanet Venus macht in diesem Jahr eine intensive Reise. Anfangs fängt es ganz harmlos an. Von Mitte bis Ende Februar ist sie im Zeichen Fische unterwegs, was eine märchenhafte, verträumte Stimmung verspricht. Venus in den Fischen, das ist ganz große Romantik, das ist Gefühl pur. Ein kleiner Realitätscheck ab und an tut da ganz gut. Oder man lässt sich bewusst fallen, taucht völlig ein in diese besondere Stimmung und denkt sich: Was auch kommen mag, diese Erfahrung kann mir keiner mehr nehmen.

Im April befindet sie sich im Zeichen Stier und als Regentin dieses erdverbundenen Zeichens fühlt sie sich dort besonders wohl. Hier zeigt sie ihre Seite als Fruchtbarkeitsgöttin, die neues Leben ermöglicht. Hier ist sie die sprichwörtliche Mutter Natur und lässt alles wachsen und gedeihen. Eine gute Zeit, auch um Beziehungen zu festigen, um gemeinsame Projekte anzugehen und Dinge zu realisieren, die man schon länger vorhat.

Ab August bis zum Ende des Jahres wird es dann intensiv. Die Venus wandert mit Phasen der Rückläufigkeit zwischen der Waage (Liebe, Charisma, Sinn für´s Schöne) und dem Skorpion (Tiefgründigkeit, Blick in die Tiefe, alles oder nichts) hin und her. Hier die genauen Daten:

In der Waage: 8.8. bis 9.9. / 1.11. bis 1.12.

Im Skorpion: 10.9. bis 31.10. / 2.12. bis Jahresende

Das wird ein Wechselbad der Gefühle. In der Waage strahlt die Venus und erblüht als Regentin dieses Luftzeichens. Im Skorpion mit seiner Tiefgründigkeit und dem unbestechlichen Blick fühlt sich die Schöne, die auch mal fünfe gerade sein lässt, wenn es Vergnügen verspricht, naturgemäß nicht wohl.

Trotzdem braucht auch sie diesen Realitäts-Check ab und an. In Beziehungen kann das für Spannungen sorgen, wenn man zuvor vieles beschönigt und »Beziehungs-Kosmetik« betrieben hat, anstatt ehrlich miteinander zu sein. Umgekehrt ist diese Phase sehr hilfreich für Paare, die offen miteinander reden. Der Tiefgang des Skorpions hilft ihnen das Wesentliche zu erkennen und noch bewusster miteinander umzugehen.

Wer auf Partnersuche ist profitiert besonders von der Venus im Stier und der Venus in der Waage in diesem Jahr.

 

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Die Finanzen

In der klassischen Astrologie ist Jupiter das »große Glück« (Venus ist das kleine) und umfasst auch den Bereich des Wohlstands. Er befindet sich bis November im Zeichen Skorpion. Den haben wir bereits in der Liebe kennengelernt und auch hier fühlt er den Dingen wieder auf den Zahn, lässt uns die Tiefe berühren und die Ursachen der Dinge ergründen.

Wer dazu neigt Geld impulsiv auszugeben, um sich zu belohnen, zu trösten oder abzulenken, kann in dieser Zeit besonders gut daran arbeiten, die Wunden dahinter zu heilen. Generell ist der Skorpion eine Energie des Tiefgangs. Jetzt sind Umsicht und nachdenken gefragt, Schnellschüsse oder spontane Großprojekte könnten nach hinten losgehen.

Ab dem November befindet sich Jupiter dann im Zeichen Schütze, das lockert die Energie auf. Der Schütze schaut gerne über den Tellerrand hinaus, er bringt Wachstum, Fülle und Optimismus. Großzügigkeit ist sein Motto, er teilt gerne, da er auch eine starke spirituelle Ader hat. Nachdem der Skorpion alle an die Kandarre genommen hat, fließt die Energie beim Schützen wieder deutlich leichtfüßiger. Diese Konstellation bleibt bis zum Dezember 2019 bestehen und ist ideal, um größere Ziele und Pläne zu verwirklichen.

 

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Die spirituelle Grundstimmung

Hier kann man im Grunde seit 2011 dasselbe schreiben – und zwar noch bis 2026! Der spirituelle Neptun steht so lange im Zeichen Fische und färbt die Wolken am Himmel rosarot. Es ist eine Zeit des Träumens und der Wunder, aber auch des schönen Scheins. Man braucht Unterscheidungsfähigkeit, dann aber kann man das Beste aus dieser Phase herausholen. Die Fische sind das Zuhause des Neptun hier kann er seine volle Tiefe entwickeln, hier fließt seine Energie völlig frei.

Wir sollen froh sein, dass wir diese Zeit erleben dürfen. Im nachfolgenden Widder wird es ab 2026 deutlich holpriger und impulsiver werden. Nutzen wir also bewusst diese intensive Phase für spirituelles Wachstum und die innere Weiterentwicklung. Diese Phase darf nicht jede Generation miterleben, zum letzten Mal stand der Neptun von 1847 bis 1861 in den Fischen und erst 2175 bis 2189  wird er es wieder tun.

 

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Die besondere Kraft des Jahres 2018

Saturn und Pluto bleiben weiterhin im kargen Steinbock. Eine Zeit, um nüchtern zu werden, sich auf das Wesentliche zu besinnen und es genau zu nehmen. Das sieht man auch im Alltag: Immer mehr Menschen gehen den Dingen auf den Grund: Was esse ich da eigentlich? Wo kommt es her? Was unterstütze ich generell mit meinem Geld, indem ich Dinge kaufe?

Manche nennen es einen neuen Puritanismus, doch es braucht auch diese Phasen, in denen man Korrekturen vornimmt für das, was im Großen falsch läuft. Es braucht Zeiten des Wachstums und der Reflektion. Auf einem begrenzten Planeten kann es kein unendliches Wachstum geben. Im Körper bezeichnet man unbegrenztes Wachstum als Krebserkrankung. Es braucht immer das Gleichgewicht aus Fülle und Grenzen. Saturn und Pluto erinnern uns an die Grenzen und sind wichtig, um in Balance zu bleiben.

Revoluzzer Uranus ist bis Mai 2018 im Widder, Spannungen und Aggressionen inklusive. Hier setzt sich fort, was wir in den letzten Jahren bereits erlebt haben. Von Mai bis November schaut er im Stier vorbei, bevor er noch einmal rückläufig wird und bis 2019 im Widder bleibt. Der Stier steht für alles erdhafte, feste und verbindliche. In dieser Zeit ist es gut, keine Risiken rund um Werte und Besitz einzugehen. Das ist ein bißchen wie in einem Casino: das ganz große Glück und der ganz große Verlust sind stets zum greifen nahe (was sich dann noch ab März 2019 bis 2026 ziehen wird).

Trotzdem hat es sein Gutes, die Hitze und Schärfe der Widder-Energie verblasst und es gibt einen Übergang in eine neue zugrundeliegende Energie. Der erdig-ruhige Stier, der auch Sinnlichkeit und Sinn fürs Schöne umfasst, ist allemal die sanftere Spielwiese für den Uranus, als es der Widder seit 2010 war.